Pappsessel als erste Aufgabe – ein Möbel das hält!

Tim Groskreutz (21) aus dem schleswig-holsteinischen Bockholt (Eutin) ist Erstsemester Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Lübeck. Er werkelt und rechnet seit nunmehr zwei Wochen, recherchiert und konstruiert an einer Aufgabe, die ihm und seinen rund 100 Kommiliton*innen von Professor Guido Neubeck gestellt wurde.

Erstsemesterstudent Tim Groskreutz mit seinem Entwurf. Foto: TH Lübeck

Aus maximal sechs Pappen a 2,0 x 1,0 m und 0,6 cm dick sollten die neuen Studierenden einen Sessel konstruieren und im Maßstab 1:5 und 1:1 bauen. Dieser Pappsessel sollte wahlweise nach dem Gitter-, Stecksystem oder nach der Wabenstruktur entworfen, berechnet und ohne Kleber, Nadeln oder Faden so gebaut werden, dass es einen Gebrauchstest für mindestens zwei Stunden während einer Filmvorführung übersteht.

Erstsemesterstudent Tim ist total stolz auf sein erstes selbstberechnetes und konstruiertes Möbel. „Ich weiß, dass der Sessel etwas aushält. Wenn wir die Kompaktwochen mit der Präsentation unserer Arbeiten abgeschlossen haben, kommt der Sessel in mein Zimmer bei meinen Eltern und wird weiter genutzt“, sagt Tim.

Über das Aussehen und Modellvariante seines Entwurfs hat er sich vorher in einer Internetrecherche informiert. Das war notwendig, „… da keiner von uns wusste, was in den Kompaktwochen auf uns zukommt“, sagt Tim über seine ersten Erfahrungen im Bauingenieurstudium. Rückblickend fügt er an: „Es war ein guter Einstieg. Die Kompaktwochen haben meine Vorstellungen vom Studium Bauingenieurwesen vollkommen bestätigt. Ich bin froh, dass ich mich für dieses Studium an der TH Lübeck entschieden habe. Das Studium im Fachbereich Bauwesen macht nach meinen noch kurzen Erfahrungen einen sehr strukturierten Eindruck. Wenn es weiter so geht, freue ich mich auf die Zukunft“, sagt der angehende Bauingenieur „und werde sicherlich ein Masterstudium anschließen.“

„Die Umbenennung zur nun Technischen Hochschule Lübeck ist für mich eine bedeutungsvolle Änderung, da nun das Profil noch deutlicher wird. Dies bestärkt meine Entscheidung, die richtige Wahl für mein Studium getroffen zu haben.“