TH Lübeck Aktuelles https://www.th-luebeck.de/ Was gibt es Neues an der Technischen Hochschule Lübeck? de TH Lübeck Thu, 22 Apr 2021 15:00:05 +0200 Thu, 22 Apr 2021 15:00:05 +0200 TH Lübeck news-2378 Thu, 22 Apr 2021 14:29:00 +0200 „Blick nach vorn!“ - Digitaler Auftakt des Forums Stadt & Land.SH https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-04-22-blick-nach-vorn-digitaler-auftakt-des-forums-stadt-landsh/ Am 27. April 2021 findet um 10:00 Uhr eine digitale Fachveranstaltung mit dem Thema „Blick nach vorn!" statt. Es ist die Auftaktveranstaltung des FORUMs Stadt & Land.SH. Das FORUM ist eine gemeinsame Plattform für Stadt- und Ortsentwicklung in Schleswig-Holstein. Prof. Frank Schwartze, Professor für Städtebau und Planung, Fachgruppe Stadt, TH Lübeck begrüßt die Teilnehmenden und wird über die Ziele des Forums informieren. Nach dem anschließenden Einführungsvortrag „Blick nach vorn - Auswirkungen von Corona auf die Stadt- und Ortsentwicklung" werden die drei Schwerpunktthemen:

  1. Unsere Innenstädte – Beschleunigt Corona die strukturellen Veränderungen?
  2. Homeoffice, Homeschooling… - Welche Auswirkungen haben die Änderungen der Arbeitswelt für unsere Wohnungen?
  3. Integrierte Stadt- und Ortsentwicklung – Welche Themen werden beschleunigt? Welche ausgebremst?

jeweils mit eigenen Impulsvorträgen eingeführt und diskutiert.

Interessierte können sich anmelden unter: https://www.edudip.com/de/webinar/forum-stadt-landsh/1029620

Weitere Informationen

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news-2377 Mon, 19 Apr 2021 11:54:00 +0200 Die Technische Hochschule Lübeck nutzt die Anwendung LUCA zur Kontaktnachverfolgung https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-04-19-die-technische-hochschule-luebeck-nutzt-die-anwendung-luca-zur-kontaktnachverfolgung/ Seit Montag, den 19.04.2021 ist eine vorsichtige Öffnung der Technischen Hochschule (TH) Lübeck geplant, soweit dieses unter den aktuellen Corona-Vorgaben des Landes und den allgemeinen Hygieneregeln möglich ist. Um in diesen schwierigen Zeiten steigender Infektionszahlen, Abstandswahrung und Kontaktverboten ein realisierbares Maß an Präsenz und einen Schritt in Richtung Hochschulnormalität bieten zu können, nutzt die TH Lübeck die App LUCA. Sie bietet eine recht unkomplizierte aber umfassende Kontaktnachverfolgung im Fall einer erfassten Corona-Infektion. 

Ab dem 19. April 2021 werden zunächst ausschließlich die für Lehre wichtigen Räume wie Hörsäle, Besprechungsräume und Labore geöffnet. Diese Räume sind zu erkennen an der Auszeichnung mit dem LUCA QR-Code. Dieser muss von allen, die einen Veranstaltungsraum betreten mit dem QR-Codescanner der LUCA App auf dem eigenen Smartphone gescannt werden. So tragen sich Lehrende, Lernende und Beschäftigte in den Raumbesuch ein. Beim Verlassen des Raumes tragen sich alle über den in der App befindlichen „Slider“ wieder aus. Besuche der Nassräume während eines Labors oder einer Vorlesung werden nicht extra erfasst.
Die gescannten Daten werden 30 Tage lang verschlüsselt gespeichert. Weder Hochschulangehörige, noch andere Teilnehmende, noch der App-Betreiber haben Einsicht bzw. Zugriff auf diese Daten. Wenn wider Erwarten eine Corona-Infektion unter den Anwesenden festgestellt wurde, kann das zuständige Gesundheitsamt einen Antrag auf Einsicht der Daten für diesen einen bestimmten Raum und für den infrage kommenden Nutzungszeitraum zum Zweck der Kontaktnachverfolgung stellen. Doch erst nach Freigabe durch die Hochschulleitung erhält das Gesundheitsamt, und nur dieses, Zugriff auf die entschlüsselten Daten. 

Wenn jemand die Nachverfolgungs-App nicht nutzen will oder über kein Smartphone verfügt, muss sich diese Person in eine Anwesenheitsliste eintragen, die von den jeweiligen Lehrenden vor Ort ausgelegt wird. Die Erfassung der Anwesenheit mittels LUCA App oder einer Liste ist zwingend erforderlich und wird durch die Lehrenden kontrolliert.

Die Hochschulleitung weist daraufhin, dass Pausen- oder Wartezeiten unbedingt im Freien vor den Gebäuden zu verbringen sind und nicht auf den Fluren. Bei allen Plänen in Verbindung mit der vorsichtigen Öffnung der Hochschule ist darauf zu achten, dass alle AHA-Maßnahmen (Abstand, mindesten 1,5m – Hygiene, Händewaschen usw. – qualifizierte Masken, mindestens OP-Masken oder FFP2) eingehalten werden. 

Ausführliche Informationen und FAQ zur LUCA-App sind unter: www.luca-app.de/faq
Meldungen zu technische Störungen der Prozessabläufe: kontaktverfolgung(at)th-luebeck.de
Meinungen, Anmerkungen: gesundheit(at)th-luebeck.de



As of Monday, 19.04.2021, Technische Hochschule (TH) Lübeck plans a cautious re-opening; as far as this is possible under the current Corona regulations of the state of S.-H. and the general hygiene requirements.
TH Lübeck uses the LUCA app to allow for a viable level of teaching in presence and a step towards normality during these difficult times of rising infection rates, minimum distance regulations, and contact bans. It provides fairly straightforward but comprehensive contact tracing capabilities in case of a Corona infection.

From April 19, 2021, initially only those rooms will be opened that are important for teaching, such as lecture halls, meeting rooms and laboratories. These rooms are marked with the LUCA QR code. This code must be scanned by everyone who wants to enter, using the QR code scanner of the LUCA app on his / her smartphone. This is how teachers, students and employees sign in before entering rooms. When leaving, everyone needs to sign out using the "slider" in the app. Bathroom visits during lab courses or lectures are not recorded separately.

The scanned data is stored in encrypted form for 30 days. Neither university staff, other participants, nor the app operator have access to this data. If a confirmed Corona infection among the attendees is reported, the respective Public Health Department may request to view the data for this specific room and time to allow for contact tracing. And only after approval by the university board will the Public Health Department, and only the health department, have access to the decrypted data.

If someone does not want to use the tracing app or does not have a smartphone, this person must register in an attendance list, which will be provided by the lecturer. Registration of attendance via the LUCA app or an attendance list is mandatory and will be monitored by the lecturers.

Possible breaks and waiting periods must be spent outside, in front of the buildings and not in the corridors. All plans in connection with the careful opening of the university must ensure that all hygiene and protection measures (minimum distance of at least 1.5m - hygiene, regular hand washing, etc. - qualified masks, at least surgical or FFP2 masks) are observed. 

Detailed information and a LUCA app FAQ can be found at: www.luca-app.de/faq
Technical malfunctions can be reported at: kontaktverfolgung(at)th-luebeck.de
Opinions, comments etc. can be sent to: gesundheit(at)th-luebeck.de
 

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news-2371 Fri, 16 Apr 2021 12:49:00 +0200 TH Lübeck erforscht KI-Lösungen für Mobilfunknetze https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-04-16-th-luebeck-erforscht-ki-loesungen-fuer-mobilfunknetze/ Staatsekretär Dirk Schrödter überreicht Förderbescheid über 395.000 Euro Mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu dynamischeren Anwendungen im 5G-Mobilfunknetz: Ein Projekt der Technischen Hochschule (TH) Lübeck soll das möglich machen. Staatssekretär Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei, überreichte Professor Dr. Horst Hellbrück von der TH Lübeck heute (16. April) einen Förderbescheid über 395.000 Euro. Die Übergabe fand als Videokonferenz statt.

„In Schleswig-Holstein schaffen wir Innovationen im Quadrat, denn wir bringen Schlüsseltechnologien zusammen. Bislang wurden KI-Lösungen noch nicht in Mobilfunknetzen eingesetzt. Genauso wie Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie ist, ist es der Mobilfunkstandard 5G für den digitalen Wandel. Im Bereich der industriellen Produktion, aber auch für die Mobilität, die Landwirtschaft, die Gesundheitsversorgung oder die Energieversorgung eröffnet 5G neue Chancen und Möglichkeiten. Was liegt da näher, als auch hier KI-Technologien zum Einsatz zu bringen“, sagte Schrödter. Private 5G-Netze, also lokale Installationen, könnten dank KI zum leistungsstarken Motor für die Industrie werden. Davon würden vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen in Schleswig-Holstein profitieren.

Das Kompetenzzentrum CoSA der TH Lübeck untersucht schon seit über zehn Jahren drahtlose Netze und deren Anwendungen. „Die 5G-Technologie stellt einen integrativen Ansatz dar, der hohes Potenzial für einen vielseitigen Einsatz in Unternehmen, Behörden und weiteren Organisationen hat. Im Projekt ‚KI-5G‘ werden wir mittels Installationen von 5G im Labor der TH Lübeck und auf Testfeldern in Schleswig-Holstein den Einsatz von KI und 5G aufzeigen und den Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) praktisch demonstrieren. Die KI-Lösungen lassen sich auf andere Anwendungsfelder und Branchen übertragen“, sagte Professor Hellbrück über die Projektarbeit der nächsten drei Jahre.

Ziel sei die Optimierung von privaten 5G-Netzen mit KI-Lösungen, um das dynamische Systemverhalten durch KI angereicherter Übertragungsprotokolle zu verbessern und die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Mit 5G könnten komplett neue Frequenzbänder oberhalb von 24 Gigahertz erschlossen und damit komplexe Aufgaben und dynamische Netzkonfigurationen ermöglicht werden. Sie würden wesentlich erhöhte Anforderungen an die Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Verteilung zur Verfügung stehender Kommunikationsressourcen stellen. Daher sei die Verwendung von KI-Methoden eine Möglichkeit, die Kommunikationsressourcen nicht nur besser zu verteilen, sondern das hochdynamische System zuverlässiger zu gestalten.

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CoSA_Neuigkeiten CoSA_News
news-2368 Mon, 12 Apr 2021 08:53:00 +0200 Zwölf Transferprojekte im virtuellen Raum der 5. Berliner Transferkonferenz der Hochschulallianz für den Mittelstand https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-04-12-zwoelf-transferprojekte-im-virtuellen-raum-der-5-berliner-transferkonferenz-der-hochschulallianz-fuer-den-mittelstand/ Lübeck/ Berlin - Anwendungsorientierte Hochschulen in Deutschland, unter ihnen die Technische Hochschule Lübeck, haben sich zur „Hochschulallianz für den Mittelstand“ (HAfM) zusammengeschlossen. Die Allianz lädt ein zur 5. Berliner Transferkonferenz, die am 19. April 2021 von 15.30 – 20 Uhr als Hybridveranstaltung aus der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin virtuell stattfinden wird. Hochschulen für angewandte Wissenschaft und mittelständische Unternehmen sind Treiber für die Regionalentwicklung. Dies gilt nicht nur im Bereich der technologischen und wirtschaftlichen Innovationen, sondern auch in Bezug auf die gesellschaftliche und soziale Verantwortung in den Regionen. Im Zuge der 5. Berliner Transferkonferenz stehen Gesundheit und Soziales, regionale Innovationszentren sowie der Transfer im Mittelpunkt der Diskussion. Zwischen den Hauptsessions mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Mittelstand und Politik haben die Teilnehmen den die Möglichkeit, im virtuellen Raum zwölf Projekte live kennenzulernen und mit Wissenschaftler*innen sowie Mittelstandsvertreter*innen direkt ins Gespräch zu kommen. Anmeldungen bitte unter: www.hochschulallianz.de

Über die digitale Plattform „Let’s get Digital“ erwarten alle registrierten Teilnehmenden Projektvorstellungen in den Rubriken Gesundheit, Soziales, Regionale Innovationen sowie Regionale Mobilität und Versorgung. Einen Überblick über die zwölf Live-Projekte findet sich unter:

http://www.hochschulallianz.de/veranstaltungen/ 19042021-5-transferkonferenz/live-projekte-im-ueberlick.html

In der Rubrik „Gesundheit“ informiert die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über das Hessische Radonzentrum. Im Fokus des Transferprojektes stehen neben der Beratung über das radioaktive Element Radon und das Risiko für die Gesundheit auch die Vernetzung mit Interessensgruppen und Forschungsprojekten.
Seitens der Technischen Hochschule Lübeck wird die Entwicklung einer neuen „VR-unterstützten“ Planungsmethode gezeigt, die die Wechselwirkung von Farbe und Emotionen in einem räumlichen und auf die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten in Gesundheitsbauten erfasst.

Mit einem Wissenschaftscomic zu sozialen Robotern möchte Prof. Oliver Korn von der Hochschule Offenburg mit den Konferenzteilnehmenden in der Rubrik „Soziales“ ins Gespräch kommen. Soziale Roboter sind ein wichtiger Forschungsbereich des Affective & Cognitive Institute (ACI) und die außergewöhnliche Vermittlungsform unterstützt die Akzeptanz für kontextbewusste Interaktion in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Arbeit.
Im Projekt BeKuDi werden an der Hochschule Hamm-Lippstadt Faktoren untersucht, die den berufsalltäglichen Umgang mit kultureller Diversität in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) und der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Es werden u.a. gemeinsam mit der ADVANSA GmbH, der technotrans SE und dem kommunalen Integrationszentrum Euskirchen niederschwellige Mess- und Monitoringinstrumente entwickelt, die mittelständischen Unternehmen konkrete Beurteilungs- und Entscheidungshilfen bieten sollen. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gibt in ihrem virtuellen Raum einen Einblick in das Qualifizierungsangebot „Prävention und Employability“. Berufsbegleitend werden zusammen mit der mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) und dem Institut für Arbeit und Gesundheit (I-AG) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Konzepte für die Gestaltung sicherer und gesundheitsgerechter Arbeitsplätze systematisch vermittelt und in der betrieblichen Praxis umgesetzt.

In der Rubrik „Regionale Innovationen“ stellt Prof. Dr. Jens Pfafferott das Regionale Innovationszentrum für Energietechnik an der Hochschule Offenburg vor. Das Gebäude wurde unter Nachhaltigkeitsaspekten für eine gute Arbeitsplatzqualität in einem innovativen Bürokonzept und ein flexibles Technikum geplant. Es bringt damit Forschung, Lehre und Anwendung transparent zusammen.
Im INTERREG V A Projekt – SUN der Hochschule Niederrhein treffen insbesondere Startups und mittelständische Technologie-Unternehmen aus den Niederlanden auf die typischerweise überwiegend mittelständisch geprägte Lebensmittelverarbeitung in Deutschland aufeinander und profitieren gegenseitig vom jeweiligen Technologiestandard. Gemeinsam mit dem Food Claims Center Venlo (FCCV), der Heinz Funken Heinz Funken GmbH & Co.KG, der TUN Food Innovation BV, der GKS Packaging BV, der Brightlabs BV und der Liquid Salads BV soll ein Verfahren entwickelt werden, Reststoffe pflanzlicher Lebensmittel bestmöglich zu nutzen.
Ziel des Projekts HUMKareS der Hochschule Koblenz, des WZL der RWTH Aachen und der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen ist die Entwicklung eines integrierend und motivationsfördernden Kennzahlensystems, welches kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) dazu befähigt, die Leistungen auf Shopfloor-Ebene digital zu erfassen und zielgruppengerecht zu optimieren. Unterstützt wird das Projekt von einem projektbegleitenden Konsortium bestehend aus zehn KMU.

Die digitale Kundenschnittstelle steht im Transferprojekt der Hochschule Hamm-Lippstadt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Dortmund im Mittelpunkt. Das Projekt will für einen beschleunigten Lernprozess bei KMU sorgen. Die digitale Kompetenz der Studierenden wird im Projekt einbezogen unter dem Motto: Generation Z gestaltet den www.digitalmarketingday.de für KMU.
In den digitalen Räumen der Rubrik „Regionale Mobilität und Versorgung“ erwartet die Teilnehmenden drei verschiedene Transferprojekte. Das Projekt AllRad der Hochschule Mainz zielt mit einer verbesserten Radwegeunterhaltung auf die Steigerung der Attraktivität und Nutzung des Fahrrads ab, indem es auf Basis einer Bevölkerungsumfrage gemeinsam mit den drei Pilotstädten Mainz, München und Münster Maßnahmen konzipiert und diese im Anschluss ein Jahr lang erprobt. Die Erkenntnisse werden nach Möglichkeit in bundesweit anwendbaren Handlungsempfehlungen für Gemeinden zusammengestellt.
Im Projekt RAFVINIERT (Raumintelligenz für die integrierte Versorgung von Senior*innen in ländlichen Quartieren) der Hochschule Mainz werden Architekturen und Umsetzungsstrategien konzipiert, die die Erreichbarkeit von Versorgungseinrichtungen in ländlichen bzw. strukturschwachen Regionen zu verbessern. Dabei stehen insbesondere Seniorinnen und Senioren im Mittelpunkt.
Mit der Frage, wie der stationäre Einzelhandel wettbewerbsfähig gegenüber großen Onlinehändlern werden kann, beschäftigt sich die Hochschule Bremerhaven. Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Benjamin Wagner vom Berg stellt die Transferprojekte “NaCl - Nachhaltige Crowdlogistik” und „R3 - Resilient Regional Retail“ vor.

Teilnehmende der 5. Berliner Transferkonferenz der Hochschulallianz für den Mittelstand können sich zwischen den Hauptsessions informieren und direkt mit den Projektpartnern ins Gespräch kommen. Eine Übersicht über das vollständige Programm findet sich ebenso wie die Registrierungsinformationen unter www.hochschulallianz.de

Pressekontakt

Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.
Pressesprecherin Dr. Cornelia Driesen
Email: presse(at)hochschulallianz.de
Telefon 0157 - 37865035

Die Hochschulallianz für den Mittelstand ist ein bundesweiter Verbund anwendungsorientierter Hochschulen. Die Mitgliedshochschulen fühlen sich den kleinen und mittelständischen Unternehmen ihrer Region als Rückgrat der deutschen Wirtschaft verpflichtet. Sie verfügen über langjährige gewachsene Forschungskooperationen mit regionalen Unternehmen und bilden durch ein arbeitsmarktbezogenes und anwendungsnahes wissenschaftliches Studium deren künftige Fach- und Führungskräfte aus. Die Hochschulen sind Impulsgeber für das Innovationsgeschehen im Mittelstand und tragen so zur Sicherung von Fortschritt und Wohlstand bei. An den aktuell zwölf Mitgliedshochschulen der Allianz studieren mehr als 100.000 Studierende in ca. 520 Studiengängen.

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news-2367 Fri, 09 Apr 2021 12:54:00 +0200 Maschinen und Moral 2021 https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-04-09-maschinen-und-moral-2021/ Öffentliche Veranstaltungsreihe der Universität zu Lübeck und der TH Lübeck Unter dem Dach von Lübeck hoch drei (LH³) geht am 16. April 2021 eine neue Veranstaltungsreihe an den Start. Mit dem Titel „Maschinen und Moral“ wollen die Universität zu Lübeck (UzL) und die Technische Hochschule Lübeck (THL) in der Zeit von 16:00–18:30 Uhr öffentlich und digital über "Verantwortungsvolle Technikgestaltung in Forschung, Entwicklung und Lehre" informieren und mit Bürger:innen ins Gespräch kommen.

Im gemeinsamen LH³-Projekt von THL (Prof. Beyerlein) und UzL (Dr. Herzog) geht es um die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu den ethischen und gesellschaftlichen Aspekten von Technologie. Im Sinne eines Kulturwandels in der Technologieentwicklung sollen Öffentlichkeit und Studierende erfahren, wie Ethik als Motor für Innovation verstanden werden kann.
Den Auftakt gestaltet der „Ethical Innovation Hub“ (EIH) der UzL mit der Veranstaltung „Maschinen und Moral 2021“. Der EIH ist eine Gruppe von Wissenschaftler:innen des Instituts für Medizinische Elektrotechnik und des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung. Sie laden zu der Veranstaltung ein und bitten vorab um eine Registrierung unter folgendem Link: www.eih.uni-luebeck.de/joinmm

Zur Auftaktveranstaltung wird Professor Armin Grunwald, Direktor des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie den Impulsvortrag halten. Die Podiumsdiskussion gestalten Dr. Karena Kalmbach, Leiterin der Stabsstelle "Strategie und Inhalt" des Futuriums in Berlin und weitere spannende Gäste. Den Ausklang bietet eine virtuelle Projektgalerie, in der ethische Themen aus der Zusammenarbeit von Studierenden und Start-Ups des lokalen Accelerators Gateway49 betrachtet und diskutiert werden können. Die Veranstaltung zur "Verantwortungsvollen Technikgestaltung in Forschung, Entwicklung und Lehre" ist kostenlos und findet online am 16. April 2021 von 16:00–18:30 Uhr statt.

„Ich bin begeistert, dass das Projekt LH³ eine so große Resonanz gefunden hat und dass dabei viele neue, interdisziplinäre Kooperationen entstanden sind. LH³ will Einblicke in die Arbeit und die Themen von Forschung und Lehre geben und darüber hinaus auch die gesellschaftlichen Auswirkungen und ethischen Fragestellungen von Wissenschaft zur Diskussion stellen. Genau das geschieht in diesem Projekt.“, sagt LH³-Koordinator Stefan Dupke.

„Ich freue mich, so außerordentlich spannende und hochkarätige Gäste begrüßen zu dürfen, die mit uns das Ziel teilen, mit der Öffentlichkeit Wege zu erörtern, wie Innovationen nach ethischen Maßstäben hinterfragt und gestaltet werden können. LH³ bietet für diese Formen der gesellschaftlichen Teilhabe eine sehr gute Plattform“, sagt Dr.-Ing. Christian Herzog

Hintergrund

Die Arbeitsgruppe „Ethical Innovation Hub" (EIH) ist eine Kooperation des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung und des Instituts für Medizinische Elektrotechnik der UzL. Sie arbeitet an innovativen Forschungsprojekten und Lehrformaten, aus denen sich geeignete Themen ergeben, die sich erst in sehr frühen Entwicklungsphasen befinden. Aktuell ist der EIH in drei Forschungsprojekten involviert und treibt hier gesellschaftlich sinnvolle Innovationen mit kombinierten Methoden der partizipativen Forschung und normativen ethischen Evaluation voran. Der EIH wird von Dr.-lng. Christian Herzog, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Medizinische Elektrotechnik, geleitet.

Prof. Dr. Mathias Beyerlein ist Präsidiumsbeauftragter für Wissenschaftsethik und Technikfolgenabschätzung (WETA) der Technischen Hochschule Lübeck. Er ist nah an einzelnen Themen des Lehr- und Forschungsbetriebs der THL dran. Neben dem Aufbau von Strukturen zur breiten Vermittlung des Themenkomplexes WETA in der Lehre, werden hier von einer internen Arbeitsgruppe auch übergeordnete Ziele wie der auf Wertevorstellungen basierende gesellschaftliche Diskurs von angewandter Technologie und Wissenschaft verfolgt.

Zusammen geben die Themen des EIH und des WETA-Präsidiumsbeauftragten einen reichhaltigen Fundus an Anlässen für die Bürgerbeteiligung.

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news-2366 Thu, 08 Apr 2021 14:56:00 +0200 Girls’Day 2021: Die TH Lübeck ist dabei! https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-04-08-girlsday-2021-die-th-luebeck-ist-dabei/ Informatik und Luft sind die Themen beim Mädchen Zukunftstag! Mädchen und Informatik? Was für eine Frage! Na klar: Zum „Girls‘Day – Mädchen Zukunftstag“ am 22.04.2021 bietet die Technische Hochschule (TH) Lübeck eine spannende virtuelle Expedition in die Welt der Informatik an. Wer wissen will, womit sich Informatikerinnen beschäftigen, wie sie es anstellen und erfahren, was Nutzer:innen von einer App wirklich erwarten oder wie eine App getestet wird, ist beim Girls’Day-Angebot genau richtig.

In einem zweiten Angebot beschäftigen sich die Schülerinnen mit der „Kraft der Luft – unsichtbar, aber unverzichtbar!“ Dabei geht es um Fragen wie: Ist Luft eigentlich nichts? Welche Kräfte hat Luft? oder was ist Luft und was kann man alles mit ihr machen, bzw. welche Rolle spielt dabei das Vakuum? Also Fragen über Fragen - und die Antworten sind spannend!
Der Girls’Day 2021 richtet sich an Mädchen ab Klassenstufe 5. Nach der Anmeldung für eines der Angebote unter: www.girls-day.de (hier gibt es weitere Informationen) wird ein Link zur Einwahl auf den Hochschulserver zugeschickt. Nicht zu lange zögern, da die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

FRAGEN, FORSCHEN UND BEGREIFEN! Beim Girls’Day am 22.04.2021 gibt es Informationen über die TH Lübeck, über ihr Studienangebot und mögliche Berufsaussichten. Nach einer kurzen Einführung in das jeweilige Thema geht´s auch gleich los: 90 Minuten lang wird dann gemeinsam ohne komplizierte Formeln geforscht und experimentiert, um eine Eindruck zu bekommen, was so alles in einer Technischen Hochschule steckt und passiert. Zur Erinnerung: nicht zu lange zögern und gleich unter: www.girls-day.de anmelden.

 

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Nachwuchsförderung
news-2365 Wed, 07 Apr 2021 10:42:00 +0200 Jetzt noch auf freie Plätze im StudiLe-Programm der Elektrotechnik bewerben! https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-04-07-jetzt-noch-auf-freie-plaetze-im-studile-programm-der-elektrotechnik-bewerben/ StudiLe – das Studium mit integrierter Lehre ist ein kooperatives Studienprogramm, das noch freie Plätze hat. StudiLe verbindet eine berufliche Ausbildung in einem Unternehmen, bspw. der Elektrotechnik, mit einem Bachelorstudium der Elektrotechnik/ Informatik an der Technischen Hochschule (TH) Lübeck. Am erfolgreichen Ende dieses kooperativen Programms stehen zwei berufsqualifizierende Abschlüsse, der akademische Bachelorabschluss sowie der Facharbeiter- bzw. der Gesellenbrief. Im StudiLe-Programm erfolgt das erste Jahr der klassischen beruflichen Lehre in einem Unternehmen und ist dem Studium an der TH Lübeck vorgeschaltet. Nach Ablauf dieses ersten Jahres wird ins Studium an die TH Lübeck gewechselt. Um möglichst dicht an der Praxis zu studieren, bleibt dieser Wechsel überwiegend in den vorlesungsfreien Zeiten bis zum Ende des Studiums bestehen.
Wer also durch berufliche Praxis besser lernen kann und noch einen Ausbildungs- und Studienplatz zum Wintersemester sucht, findet unter: www.th-luebeck.de/studile/ oder www.StudiLe.de weitere Informationen und Antworten.

Neben freien Plätzen in den Bachelorstudiengängen Allgemeine Elektrotechnik, Elektrotechnik-Energiesysteme und Automation, Elektrotechnik-Kommunikationssysteme und Informatik/Softwaretechnik können sich StudiLe-Teilnehmende nach Abstimmung mit ihrem Ausbildungsunternehmen auch für einen Studienplatz im Internationalen Studium Elektrotechnik (ISE) bewerben, in dem der letzte Studienabschnitt an der Milwaukee School of Engineering (MSOE)/ USA absolviert wird. StudiLe wird auch für das Bauingenieurwesen, den Maschinenbau und für die BWL angeboten.  
Für eine Bewerbung ist die Allgemeine Hochschulreife/Abitur, Fachhochschulreife oder ein vergleichbarer, anerkannter Abschluss erforderlich.

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Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
news-2363 Wed, 31 Mar 2021 15:41:00 +0200 Erste Online-Vergabe des Deutschlandstipendiums an der TH Lübeck https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/default-0c9a2feafa/ Gestern war es endlich soweit. Das Team des Deutschlandstipendienprogramms (DST) der TH Lübeck holte die offizielle Vergabe der Stipendien für den laufenden zehnten Förderzeitraum (01.09.20 bis 31.08.2021) nach. In diesem Jahr musste nicht nur die offizielle DST-Vergabeveranstaltung verschoben werden, sondern in Folge der Corona-Pandemie auch online erfolgen. Diesen Umstand machte sich auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zu Nutze und übermittelte Grußworte. Karliczek erwähnte dabei die vielen Vorteile des DST-Programms und wies auf das 10-jährige Jubiläum in diesem Jahr hin.

Ähnlich formulierte es auch TH-Vizepräsident Prof. Dr. Henrik Botterweck in seiner Begrüßung: „Das DST-Programm ist aus Sicht der Stipendiat:innen ein ideales Mittel, um auf dem eigenen biografischen, teilweise ja sehr individuellen Weg weiter zu kommen. Teils um biografische Hürden zu überwinden, teils um besondere Begabungen zu entwickeln. Dazu gehört es eben auch, die Talente, die man hat, zu fördern. Das möchten wir unterstützen, indem wir über das DST-Programm individuelle Kontakte ermöglichen, so dass die jungen Menschen, die ein Studium gewählt haben, das zu ihnen passt, auch Themen, Gesprächspartner und Förderer finden und direkt mit ihnen in Kontakt treten können. Also raus aus der Theorie und rein ins 'wahre Leben'."

In dieser Förderrunde konnten insgesamt 59 Stipendien an Studierende der TH Lübeck vergeben werden, darunter 30 Stipendiatinnen und 29 Stipendiaten. 24 unter ihnen sind neu in der Runde und erhalten zum ersten Mal ein Stipendium. Allen werden die Urkunden auf postalischem Weg zugestellt.

Als im Sommer 2011 das Förderprogramm Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung startete, war die TH Lübeck eine der ersten Hochschulen im Norden, die dieses Programm aktiv in die Wirtschaft getragen hat. Die damaligen Akteur:innen haben die Einmaligkeit dieser Initiative erkannt und konsequent auf das neue Förderinstrument der Bundesregierung gesetzt, zumal die TH Lübeck über keine eigenen Stipendienmittel verfügt. Das DST-Programm war für eine technisch orientierte Hochschule passgenau geeignet, eine neue staatliche Stipendienkultur aufzubauen, Kontakte und den Wissenstransfer mit regionalen Unternehmen zu intensivieren.

Die TH Lübeck hat seit ihrer Beteiligung am DST-Programm im Wintersemester 2012 rund 226 Studierende mit Stipendien unterschiedlicher Dauer unterstützen können. Aktuell sind 35 regionale Förderer am DST beteiligt, darunter sind 15 Förderer seit der ersten Stunde dabei. In den neun Jahren Deutschlandstipendienprogramm an der TH Lübeck kamen so rund 1,5 Mio. Euro Förderung über Bund und Förderer für Stipendien zusammen.Im Jahr 2022 begeht die TH Lübeck das 10-jährige Jubiläum im DST-Programm mit einer entsprechenden Feierlichkeit und hofft auf Bedingungen in Präsenz.

Wer sich für das Stipendienprogramm interessiert und sich mit neuen und umsetzbaren Ideen engagieren möchte, kann sich unter http://www.th-luebeck.de/DS informieren und bewerben. Bei Fragen und für weitere Informationen gibt Nicola Grabow Auskunft.

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news-2362 Mon, 29 Mar 2021 15:09:00 +0200 Forschung elektrisiert https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-29-forschung-elektrisiert/ Wie an der Technischen Hochschule (TH) Lübeck die derzeit schnellste E-Ladestation Deutschlands entsteht – EU und Land Schleswig-Holstein fördern mit 2,5 Millionen Euro. Forschende am Fachgebiet Elektromobilität und Leistungselektronik (EMLE) der TH Lübeck haben eine Schnellladetechnik für E-Autos entwickelt, die Elektrofahrzeuge mit bis zu 1000 Kilowatt (kW) innerhalb von wenigen Minuten voll aufladen kann. Das Besondere: Eine Kombination aus einer E-Ladesäule und einem Pufferspeicher entlastet das Stromnetz und könnte als Zwischenspeicher für erneuerbare Energien genutzt werden. Das Projekt wird mit insgesamt 2,5 Millionen Euro von der Europäischen Union (EU) und dem Land Schleswig-Holstein gefördert.

Schnelles Aufladen wie bei einem „klassischen“ Tankstellenbesuch  

Die Wissenschaftler hinter der Schnellladetechnik sind Dr. Roland Tiedemann, Professor für Leistungselektronik und sein Team um den wissenschaftlichen Mitarbeiter Clemens Kerssen und viele Studierende. Ihr Ziel ist es, eine Ladestation technisch so zu entwerfen, dass mehrere Elektrofahrzeuge gleichzeitig und schnell geladen werden können. Zeitlich soll sich für die Nutzer:innen nichts von einem herkömmlichen Tankstellenstopp für Verbrennerfahrzeuge unterscheiden. Tiedemann dazu: „Der Grundgedanke besteht für uns darin, dass wir eine Ladeleistung erzeugen, die ein Elektrofahrzeug in wenigen Minuten voll auflädt.“

Der Prototyp FE-Alpha: Science-Fiction aus Lübeck

In einem grauen, circa 1,85 Meter großen Blechschrank im Labor des Fachgebiets EMLE verbirgt sich der Prototyp „FE-Alpha“, wie die Forschenden ihn liebevoll nennen. Der Prototyp ist voll funktionstüchtig. „FE-Alpha kann mit 100 kW den BMW i3 knapp unter einer halben Stunde laden. Aber wir sind auch lange nicht bei der Volllast“, erklärt der stellvertretende Leiter des Fachgebiets, Clemens Kerssen. Roland Tiedemann ergänzt: „Wie schnell das Auto vollgeladen ist, hängt immer von seiner Größe ab. Der NISSAN LEAF zum Beispiel hat 40 kWh und wäre in vier Minuten geladen. Wenn die Batterien und Kabel dafür ausgelegt wären, dann könnten wir auch mit 1000kW Leistung laden.“ Das Fahrzeug bestimmt, wie schnell geladen wird. Das derzeitige Ziel besteht für die Forschenden darin, 400 kW zu erreichen, wie es auch ihr Projekttitel „Power 400“ verrät.

Ein Pufferspeicher entlastet das Netz

Prof. Tiedemann erklärt den Pufferspeicher. Es handelt sich dabei um eine Batterie, die im Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie, ISIT entwickelt wird: „Den Pufferspeicher kann man sich vorstellen wie einen Stausee. Aus dem Stromnetz rieselt immer mehr Wasser hinein und füllt den Stausee auf. Wenn wir den Stausee öffnen, lädt das Auto auf.“ Die Zwischenspeicherung entlastet das Stromnetz, denn „wenn man 400kW aus dem Netz an eine Ladesäule anschließt, dann gehen die Lichter aus“, gibt Tiedemann zu bedenken. Diese dezentralen Speicher könnten, so die Forschenden, ebenfalls als dezentrale Energiespeisung für Industrieunternehmen und erneuerbare Energien genutzt werden.

Ein Test-Gebäude für FE-Alpha

Mit der aktuellen 100 kW Ladeleistung des Prototypen FE-Alpha geben sich die Forschenden nicht zufrieden. „Die Idee von unserem Ladesystem ist (…), dass wir die Leistung beliebig erhöhen können, auch dank der Aufnahmekapazität der entwickelten Speichertechnologie in den E-Fahrzeugen.“ Deshalb kooperieren in diesem Forschungsprojekt Hersteller für Batteriezellen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen eng miteinander. „In Power 400 arbeiten wir mit dem renommierten Fraunhofer ISIT, der FH Kiel, der Custom Cells Itzehoe und der Netz Lübeck GmbH zusammen und das ist nur der Anfang“, beschreibt Prof. Tiedemann. Und weiter führt er aus: „Die Technik wird so erweitert, dass die Autos auch mit 1000 kW geladen werden können. So könnten zehn Autos gleichzeitig laden, ohne das Versorgungsstromnetz zu destabilisieren.“
Aktuell entsteht ein Test-Gebäude auf dem Gelände der Netz Lübeck GmbH. Damit kann Power 400 vom Labormaßstab auf den Industriemaßstab wachsen und sich der breiten Öffentlichkeit präsentieren. „Power 400 ist ein wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrssystems und damit ein Beitrag zum Klimaschutz“, sagt der Professor für Elektromobilität und Leistungselektronik an der TH Lübeck.

 

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Fachbereich Elektrotechnik und Informatik Forschung/Entwicklung
news-2361 Mon, 29 Mar 2021 12:12:00 +0200 Studiengang des Monats: Umweltingenieurwesen und -management https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/studiengang-des-monats-umweltingenieurwesen-und-management/ In einer Videoreihe stellen Studierende der Technischen Hochschule (TH) Lübeck ihren Studiengang vor. Sophie-Kristin Heling und Florian Lotties beantworten im März Fragen zu ihrem Bachelorstudium Umweltingenieurwesen und -management. Experimentalphysik mit Monchichi Weitwurf, Immisionsschutz, Umweltbewertung und die Ökobilanz eines E-Bike Akkus oder Ökotoxikologie – im Studium Umweltingenieurwesen und -management lernen Studierende sowohl die technischen und ökologischen als auch die die ökonomischen und sozialen Ebenen des Umweltschutzes kennen. Florian Lotties ist Student im Umweltingenieurwesen und drückt seine Begeisterung für den Studiengang aus:

Was mich besonders an dem Studiengang fasziniert ist seine Interdisziplinarität. Sein Facettenreichtum mit all den verschiedenen Modulen, die man hat. Von Solartechnik, über Umweltbewertung hin zu Ökologie ist alles dabei, was das Herz begehrt.

Umweltbewertung – wie lässt sich die Ökobilanz eines E-Bike Akkus berechnen?

In dem Modul „Umweltbewertung“ lernen Studierende wie Sophie Heling die Ökobilanz gemäß ISO 14040/44 und auch die Anwendung der Umweltbewertung in der Praxis kennen. Mit der Software UMBERTO können sie zum Beispiel eine Treibhausgasbilanz für den E-Bike Akku erstellen. Sophie Heling beschreibt ihre Erfahrung:

Im letzten Semester hatte ich das Modul Umweltbewertung. (…) Da habe ich einen E-Bike Akku bilanziert und habe mir mit einem Kommilitonen zusammen angeschaut, welche Treibhausgase dabei emittiert werden.

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Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften
news-2360 Wed, 24 Mar 2021 14:28:00 +0100 Neugierig auf Haut und Mechanik? JuniorCampus lädt ein zum Live Experimentieren und Forschen aus dem heimischen Wohnzimmer https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-24-neugierig-auf-haut-und-mechanik-juniorcampus-laedt-ein-zum-live-experimentieren-und-forschen-aus-dem-heimischen-wohnzimmer/ Die Osterferien stehen vor der Tür. Niemand weiß, welche Ferienaktivitäten in diesem Jahr möglich sind. Betroffen von dieser Unsicherheit sind auch die Vorschul- und Schulkinder. In Folge der Pandemiebeschränkungen droht wenig Abwechslung für die Kleinen.

Unter seinem Motto „FRAGEN, FORSCHEN UND BEGREIFEN“ bietet der JuniorCampus der TH Lübeck Abhilfe und lädt zu einer virtuellen „Live-Expedition“ ein, ganz privat und von zu Hause.

Am 14., 15. oder 16. April 2021 experimentiert das Team des JuniorCampus‘ jeweils von 10 Uhr eine Stunde lang mit interessierten Kindern live über eine Online-Verbindung. Die „Live-Expedition“ ist für Kinder ab dem Vorschulalter bis zu ca. 10 Jahren. Nach Anmeldung forschen und experimentieren sie gemeinsam unter Anleitung zu dem Thema „Haut & Mechanik“. 

Alles was dazu benötigt wird, sind ein Laptop und das Internet. Nehmen jüngere Kinder teil, wird zudem eventuell die Unterstützung durch Eltern oder ältere Geschwister hilfreich sein.

Eine entsprechende Liste mit Alltagsmaterialien mit denen experimentiert wird, bekommen die Kinder nach der Anmeldung zugeschickt sowie den Link zur Einwahl in den Hochschulserver.

Wer also Lust hat, in den Osterferien live zum Thema „Haut & Mechanik“ zu experimentieren, sollte sich jetzt bei Nena Zabinski vom JuniorCampus anmelden: Tel. 0451 300 5200, nena.zabinski(at)th-luebeck.de
Anmeldungen bitte mit Angaben über die Anzahl der Kinder und an welchem Tag teilgenommen wird. Die Anzahl der Plätze ist aus Gründen einer sinnvollen Betreuung begrenzt. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.

 

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Nachwuchsförderung
news-2357 Tue, 23 Mar 2021 12:32:00 +0100 TH Lübeck ist wissenschaftliche Projektpartnerin im „Baltic Future Port“ https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-23-th-luebeck-ist-wissenschaftliche-projektpartnerin-im-baltic-future-port/ Die Digitalisierung in der Hansestadt Lübeck schreitet voran. Im Projekt Baltic Future Port werden die Abläufe im Hafen digital vernetzt und damit optimiert. Die Technische Hochschule (TH) Lübeck ist mit Prof. Dr. Horst Hellbrück vom Kompetenzzentrum CoSA (Kommunikation - Systeme - Anwendungen) als Partnerin im neuen Projekt dabei. Anfang März 2021 trafen sich unter Federführung der Hansestadt Lübeck mit Bürgermeister Jan Lindenau und dem Chief Digital Officer Dr. Stefan Ivens acht Kooperationseinrichtungen aus der Hafenwirtschaft und Wissenschaft virtuell zum Projektauftakt.
Jan Lindenau: „Die Hansestadt Lübeck macht sich auf den Weg in die digitale Zukunft. Wir haben dabei nicht nur Dienstleistungen und Angebote im Blick, die den Bürger:innen Vorteile bringen. Es geht auch um optimale Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Die Digitalisierung des Hafens, das Projekt ‚Baltic Future Port‘, ist von größter Bedeutung, um die Hansestadt Lübeck international wettbewerbsfähig zu halten und den Port of Lübeck zukunftssicher aufzustellen.“ Die Federführung für dieses Teilprojekt liegt bei der TraveKom GmbH, einem Unternehmen des Stadtwerke Lübeck Konzerns.

Dr. Stefan Ivens, Chief Digital Officer der Hansestadt Lübeck ergänzt „Baltic Future Port“ sei einer der zentralen Bausteine im Rahmen der Digitalen Strategie der Hansestadt: „Wir wollen ein 5G-Campusnetz aufbauen, praxisrelevanten Anwendungen erproben, die Abläufe in der Hafenwirtschaft optimieren und den Wirtschaftsstandort Lübeck stärken.“ Das 5G-Campusnetz ist Kern des Projektes und bietet alle Möglichkeiten für den reibungslosen Betrieb einer modernen digitalen Hafenwirtschaft: hohe Übertragungsraten und Nutzung unterschiedlicher Applikationen und eine niedrige Latenz.

Das Projekt Baltic Future Port hat eine Laufzeit bis 2023 und wird mit einer Fördersumme von 3,9 Millionen Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt. Die Förderung fließt in elf Projekte, die sich u.a. mit der Einrichtung des 5G-Campusnetzes, der Automatisierung von Kränen, der digitale Daten-Erfassung von Gütern oder dem Monitoring technischer Abläufe aus der Luft befassen. Die beiden Lübecker Hochschulen TH Lübeck und Universität zu Lübeck unterstützen das Projekt wissenschaftlich.

Die Forschungsaufgaben der Technischen Hochschule liegen im Bereich der Anforderungsanalyse, Konzeption, Modellierung, Realisation eines Prototypens, der Systemintegration sowie wie der Optimierung und Evaluation des Projekts. Prof. Horst Hellbrück, Leiter des Kompetenzzentrums CoSA der TH Lübeck beschreibt die Aufgaben der Hochschule im Baltic Future Port: „Wir kümmern uns um die Anforderungsanalyse, Konzeption, Modellierung, Realisation eines Prototypens, die Systemintegration sowie wie Optimierung und Evaluation. Dieses Projekt hat eine hohe Strahlkraft auch außerhalb Lübecks. Auch deshalb sind wir gerne mit dabei.“

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CoSA_News
news-2356 Fri, 19 Mar 2021 11:38:00 +0100 Graduierung zum dritten Mal digital - 352 Absolvent:innen verlassen die TH Lübeck https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/graduierung-zum-dritten-mal-digital-352-absolventinnen-verlassen-die-th-luebeck/ Am Samstag, 20. März 2021, erfolgt die dritte digitale Graduierungsfeier für die Absolventinnen und Absolventen des Wintersemesters (WiSe) 20/21 der Technischen Hochschule (TH) Lübeck. Die TH Lübeck verabschiedet insgesamt 352 Absolvent:innen nach dem Wintersemester. Trotz zweier digitaler Semester in Folge bewegen sich die Absolvent:innenzahlen in diesem Jahr im Verhältnis zu den Vorjahren durchaus vergleichbar. Vor zwei Jahren, im WiSe 2018/19 waren es rund 400 und im WiSe 2019/20 waren es 344 Absolvent:innen.

Von den 352 Absolvent:innen dieses Wintersemesters haben 48 im Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften studiert, 110 Architektur- und Bauingenieurstudierende sind im Fachbereich Bauwesen erfolgreich, 60 verlassen den Fachbereich Elektrotechnik und Informatik und 134 Maschinenbau- und Wirtschaftsabsolvent:innen haben den Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft erfolgreich durchlaufen.

Die digitale Feier beginnt in diesem Jahr mit einem Musikbeitrag von Felix Thiesen alias Wunderling. Mit dem Titel „Technik“ gewann Thiesen den Songcontest der TH Lübeck im Sommer 2019. Dieser musikalische Videobeitrag leitet über zur Begrüßung von TH Präsidentin Dr. Muriel Kim Helbig und den Grußworten der Hansestadt Lübeck durch Stadtpräsident Klaus Puschaddel.

Wie bei jeder Graduierung üblich, eröffnet der Vorsitzende der Fördergesellschaft der TH Lübeck, Prof. Dr. Tim Voigt, den Reigen der Ehrungen mit dem Verlesen der Namen der Jahrgangsbesten. Anschließend richtet auch Pastor Bernd Schwarze aus der Hochschulkirche St. Petri, zu Präsenzzeiten Gastgeber realer Graduierungsfeiern, via Video einige Worte aus der Stadtkirche an die zugeschalteten Absolventinnen und Absolventen.
Eine Besonderheit bietet die diesjährige Graduierungsfeier. Erstmals sind auch zwei TH-Promovierte unter den Absolvent:innen. Was es damit auf sich hat, wie an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften promoviert werden kann, wird TH Präsidentin Helbig in einem Interview erklären.

Am Ende bekommen traditionell die Absolvent:innen Christina Büttner und Björn Sievers das letzte Wort.
Die Graduierungsfeier wird musikalisch live von Adam Brixton und Djembeman mit Stücken "Make it my way“, "Back to Myself“ und "Best Night" auf einer parallelen Musikbühne begleitet.

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Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft Fachbereich Bauwesen Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
news-2355 Thu, 18 Mar 2021 12:34:00 +0100 Noch mehr Klimaschutz an der Technischen Hochschule (TH) Lübeck https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-18-noch-mehr-klimaschutz-an-der-technischen-hochschule-th-luebeck/ „Mehr Klimaschutz an der TH Lübeck“ – so lautet der Titel eines Projektes an der TH Lübeck, das im Rahmen der „Nationalen Klimaschutz Initiative“ (NKI) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert wird. Das Projekt „Mehr Klimaschutz an der TH Lübeck“ unterstützt die Maßnahmen der TH Lübeck zur Stärkung und Etablierung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Das neue Projekt ist die Fortsetzung eines vorangegangenen Klimaprojektes. Dieses hat die dauerhafte Senkung von Treibhausgasemissionen und des Energieverbrauchs in den eigenen Liegenschaften der TH Lübeck zum Ziel.
Im jetzt vom BMU geförderten Folgeprojekt wird der beauftragte Klimaschutzmanager das entwickelte Klimaschutz-Konzept umsetzen.
Neben der technischen Aufgabenstellung wie der kontinuierlichen Verbesserung von Energieeffizienz und dem klimagerechten Betrieb der eigenen Liegenschaften durch Energiecontrolling, energetische Sanierung u.v.m., liegt ein weiterer wichtiger Projektschwerpunkt auf der zielgruppengerechten Ansprache und Einbeziehung aller am Campusleben beteiligten Gruppen. Dazu zählen Wissenschaftliche und Nichtwissenschaftliche Beschäftigte sowie die Studierenden.

Ziel ist es, die jeweiligen Potenziale und fachlichen Kompetenzen aller Beteiligten im Sinne einer gemeinschaftlichen Leistung für mehr Klimaschutz an der TH Lübeck zu bündeln, Synergien zu nutzen und die Kommunikation zu Klimaschutzthemen intern und extern zu befördern und zu begleiten. Fortschritte und Erfolge in der Nachhaltigkeitsarbeit werden dabei kontinuierlich dokumentiert sowie intern wie extern kommuniziert. Weitere Maßnahmen dienen der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch mit anderen Hochschulen und Klimaschutzinitiativen.

Projektlaufzeit: Oktober 2020 – Dezember 2022
Förderkennzeichen 03K13771

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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news-2354 Wed, 17 Mar 2021 14:09:00 +0100 Jetzt Chinabuddy werden - Anmeldefrist für das Chinabuddies-Programm bis 12.4.2021 verlängert https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-17-jetzt-chinabuddy-werden-anmeldefrist-fuer-das-chinabuddies-programm-bis-1242021-verlaengert/ Chinakoordination sucht Studierende für Patenschaften Die Chinakoordination der Technischen Hochschule (TH) Lübeck hat mitgeteilt, dass der Anmeldeschluss für das Chinabuddies-Programm für Studierende der TH Lübeck bis zum 12. April 2021 verlängert wird. Wer an internationalem Austausch interessiert ist, neue Freunde kennenlernen möchte und nach einer kostenlosen Möglichkeit sucht, vorhandene Englischsprachkenntnisse aufzubessern und/ oder gegebenenfalls Chinesisch zu lernen, ist herzlich eingeladen am Chinabuddies-Programm teilzunehmen.

Die Chinakoordination sucht Studierende, die ab August 2021 chinesischen Kommiliton:innen zur Seite stehen und helfen, sich in den ersten Wochen nach der Einreise in Lübeck und auf dem Campus zu orientieren und einzuleben.

Was machen Chinabuddies? Chinabuddies übernehmen eine Patenschaft für Studierende der Shanghaier Partnerhochschule East China University of Science and Technology. Sie nehmen vorbereitend an Treffen (online) und einem interkulturellen Training (online?) teil, die im Laufe des Sommersemesters stattfinden.
In den vorlesungsfreien Monaten August/September organisiert die TH Lübeck programmbegleitende Aktivitäten wie beispielsweise Stadtführungen, Ausflüge sowie weitere Teammeetings für die internationalen Studierenden mit ihren Chinabuddies, wenn dieses pandemiebedingt möglich ist.

Wer an einer Teilnahme interessiert ist, findet Informationen dazu und das Anmeldeformular unter www.th-luebeck.de/CHINABUDDIES.
Anmeldungen per E-Mail an: chinakoordination(at)th-luebeck.de bis 12. April 2021.

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news-2353 Tue, 16 Mar 2021 12:43:00 +0100 Internationales „Inside Out Project − WIR SEHEN UNS“ erobert Lübeck https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-16-internationales-inside-out-project-wir-sehen-uns-erobert-luebeck/ Die internationale Fotoausstellung „Inside Out Project − WIR SEHEN UNS“ ist an einer weiteren zentralen Lübecker Fassade zu sehen: Seit gestern hängen die Portraits im Rahmen der Kooperation „Lübeck hoch 3“ (LH³) an der Holstentorhalle der Musikhochschule Lübeck (MHL). Die Fotokünstlerin Anja Doehring hat dafür Menschen hinter den Fassaden der Einrichtungen für Kultur und Wissenschaft portraitiert, die im Lockdown kaum noch öffentlich wahrnehmbar sind. Die Lübecker Fotokünstlerin Anja Doehring hat das internationale Kunstprojekt „Inside Out Project“ nach Lübeck geholt und dafür über 250 Hochschulangehörige und Musikausübende portraitiert. Die MHL, die Technische Hochschule (TH) Lübeck, die Universität zu Lübeck (UzL) und die BioMedTec Management GmbH wollen mit der Ausstellung gemeinsam zeigen, dass sie auch im Lockdown präsent sind und Forschung und Lehre an den Hochschulen weitergehen. Nun ist die Ausstellung in der Innenstadt an der Fassade der Holstentorhalle mit über 100 neuen Portraits von Hochschulangehörigen angekommen. Sie ist das dritte realisierte Projekt im Rahmen der Kooperation LH³ der Lübecker Hochschulen.

Stefan Dupke, Koordinator LH³ erläutert: „Nach einem Jahr der Kontaktbeschränkungen und Betretungsverbote ist dieses Kunstprojekt aktueller denn je. Die drei Lübecker Hochschulen wollen damit ein positives Signal geben: Wir sind da und bleiben Teil dieser Stadt − auch wenn man uns derzeit nicht auf dem Campus, in den Konzertsälen und Clubs sieht. Auf den Portraits zeigen sich die Menschen in ihrer Vielfalt und Individualität, mit Kreativität, Humor und der Zuversicht: Wir sehen uns!“
Anna Lena Paape vom BioMedTec Wissenschaftscampus hat das Lübecker Kunstprojekt zusammen mit Anja Doehring initiiert und die LH³-Hochschulen dafür begeistert. Gemeinsam wurde es weiterentwickelt und umgesetzt. „Mich fasziniert es, zu sehen und zu zeigen wie interessant und einzigartig all die Menschen sind, die hier an den Hochschulen wirken. Genau wie das internationale Inside Out Project sehen wir das Lübecker Teilprojekt als ein Bekenntnis zu Pluralität und Menschlichkeit.“

Die vier Meter langen und zwei Meter breiten mit den Portraits bedruckten Banner sind ab heute an der Holstentorhalle in der Lübecker Innenstadt zu sehen. In kurzen, nur einige Minuten dauernden Fotoshootings hat Anja Doehring den persönlichen Ausdruck der verschiedenen Hochschulmitglieder und vielfach auch ihre Beziehung zum Instrument eingefangen.

Die Idee hatte Anja Doehring bereits im April vor einem Jahr, das Kulturförderprojekt „Kulturfunke“ des Lübecker Kulturtreibhauses, ermöglicht durch die Possehl-Stiftung Lübeck, unterstützte die Initialzündung. Die Fotografin erläutert: „Das Projekt soll Mut machen, Lebendigkeit zeigen, Vorfreude aufs Wiedersehen und gute Energie vermitteln. Und weil überall Musik dabei ist, scheint es geradezu, als ob die Gebäude zum Klingen gebracht würden“. Jedes Foto wird nach New York geschickt, wo der Ausschnitt des Bildes festgelegt und das Bild gerastert sowie mit einem Projektlabel versehen wird, bevor es nach Lübeck zurückkehrt und seinen Platz auf dem Banner und schließlich an der Fassade findet. Es wird damit Teil eines internationalen Kunstprojektes, zu dem mittlerweile mehr als 360.000 Portraits aus weltweit 142 Ländern gehören.

Im November vergangenen Jahres wurde die Ausstellung „Inside Out Project - WIR SEHEN UNS“ auf dem BioMedTec-Wissenschaftscampus am Mönkhofer Weg im Rahmen der Kooperation LH³ eröffnet. 150 Portraits von Lehrenden, Forschenden, Studierenden und Mitarbeitenden hängen seitdem an der zentralen Fassade des Audimax und signalisieren Sichtbarkeit trotz Pandemie. Auch die Portraits an der Fassade der Musik- und Kongresshalle Lübeck, die Mitglieder des Philharmonischen Orchesters zeigen, sind Teil des Projekts „INSIDE OUT PROJECT“, das der in New York lebende französische StreetArtKünstler und Fotograf JR initiiert hat. Weitere, geographisch am nächsten gelegene, Teilnehmer dieses Projekts waren die Ruhrfestspiele in Wuppertal, sowie Berlin und Copenhagen.

„Lübeck hoch drei“ (LH³) ist ein Gemeinschaftsprojekt der drei staatlichen Hochschulen in Lübeck. Die Musikhochschule Lübeck, die Technische Hochschule Lübeck und die Universität zu Lübeck haben sich, unterstützt von der Possehl-Stiftung Lübeck, in dieser Form im September 2020 zusammengeschlossen, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zu vertiefen. Weitere Informationen unter https://www.luebeckhoch3.de.

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news-2352 Mon, 15 Mar 2021 13:58:00 +0100 BioMedTec Studierendentagung 2021 in Lübeck https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-15-biomedtec-studierendentagung-2021-in-luebeck/ Masterstudierende der Medizinischen Ingenieurwissenschaft, der Medizinischen Informatik, der Hörakustik und Audiologischen Technik, des Biomedical Engineering, der Biophysik und der Robotik und Autonomen Systeme präsentierten die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten. Von: Christina Debbeler, M.Sc.

Vom 10. bis 12. März 2021 fand zum zehnten Mal die Studierendentagung statt, die mit der Unterstützung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck ausgerichtet wurde. Dieses Jahr waren die Masterstudierenden der Medizintechnik, der Medizinischen Informatik, des Biomedical Engineering, der Hörakustik und Audiologischen Technik, der Biophysik und der Robotik und Autonomen Systeme dabei. Zum ersten Mal fand die Studierendentagung online statt – eine neue Herausforderung, die alle Teilnehmenden hervorragend gemeistert haben. 84 Studierende der Universität zu Lübeck und der Technischen Hochschule Lübeck präsentierten vor ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie einer Experten-Jury aus der Wissenschaft die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Praxisprojekte. Auf der Industrieausstellung, der begleitenden Recruiticon, die von der Infinite Science GmbH organisiert wurde, nutzten die Studierenden die Gelegenheit, unkompliziert mit zukünftigen Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen in Kontakt zu treten.
 
„Die Studierendentagung hat sich über die letzten Jahre zu einer wissenschaftlichen Konferenz entwickelt, die von den Inhalten mit den Jahrestagungen der Fachgesellschaften auf Augenhöhe mithalten kann. Die Studierenden müssen sich mit einem sogenannten Abstract bewerben, einer Art Kurzfassung ihrer Laborarbeit“, erklärt Prof. Thorsten M. Buzug, Leiter des Studiengangs Medizinische Ingenieurwissenschaft, das Vorgehen. „Anschließend bewerteten sie gegenseitig ihre vierseitigen englischsprachigen Fachartikel und machten Verbesserungsvorschläge, die von den Autorinnen und Autoren berücksichtigt wurden. Dieses sogenannte ‚Peer-Reviewing‘ ist wesentlicher Bestandteil bei Publikationen in Fachverlagen, wo man sich auch der Kritik und Bewertung durch Fachkollegen stellen muss“, führt Buzug weiter aus.

Prof. Heinz Handels, Leiter des Studiengangs Medizinische Informatik, Prof. Stephan Klein, Leiter des Studiengangs Biomedical Engineering, Prof. Alfred Mertins, Leiter des Studiengangs Hörakustik und Audiologische Technik, Prof. Philipp Rostalski, Leiter des Studiengangs Robotik und Autonome Systeme, sowie Prof. Christian Hübner, Leiter des Studiengangs Biophysik, waren zusammen mit Prof. Thorsten M. Buzug die wissenschaftlichen Leiter der Studierendentagung 2021. Sie zeigten sich sehr beeindruckt von dem hohen Niveau dieser durchweg englischsprachigen Tagung. Gemeinsam zeichneten sie die besten Poster und Vorträge mit Preisen aus, die u.a. von der oncampus GmbH gestiftet wurden:

1. Vortragspreis im Track A: Ana Veronica Estrada Lugo (Biomedical Engineering)
2. Vortragspreis im Track A: Larissa Jäger (Hörakustik und Audiologische Technik)

1. Vortragspreis im Track B: Benedikt Hein (Robotik und Autonome Systeme)
2. Vortragspreis im Track B: Denise Bruhn (Medizinische Ingenieurwissenschaft)

1. Posterpreis: Alexandra Jankowski (Medizinische Ingenieurwissenschaft)
2. Posterpreis: Danil Zamnius (Biomedical Engineering)
 
Organisiert wurde die Studierendentagung 2021 von dem Institut für Medizintechnik, dem Institut für Medizinische Informatik, dem Institut für Signalverarbeitung, dem Institut für Biophysik und dem Institut für Medizinische Elektrotechnik der Universität zu Lübeck, sowie dem Zentrum für Medizinische Sensor- und Gerätetechnik der Technischen Hochschule Lübeck.
 
Weitere Informationen zur Veranstaltung: www.studierendentagung.de

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news-2351 Fri, 12 Mar 2021 13:38:00 +0100 Neue Professur für Baugeschichte und Stadtbaukultur an der TH Lübeck https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/neue-professur-fuer-baugeschichte-und-stadtbaukultur-an-der-th-luebeck/ Das baukulturelle Erbe erforschen, bewahren und weiterentwickeln Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica forscht und lehrt zur Geschichte und Theorie der Architektur und der Stadt. Sie verfügt über umfassende Forschungserfahrung und wird kulturwissenschaftliche Perspektiven in den Fachbereich Bauwesen an der Technischen Hochschule (TH) Lübeck einbringen. Seit Anfang März 2021 ist Hnilica Professorin für Baugeschichte und Stadtbaukultur.
„Eine Professur mit dem Titel ‚Baugeschichte und Stadtbaukultur‘ zielt darauf ab“, sagt sie, „architektur- und stadtbauhistorische Forschung mit der Architekturpraxis und der Stadtentwicklung zusammenbringen.“ Mit diesem Lehransatz wird sie sowohl den Studiengang Architektur als auch den neuen Studiengang Städtebau um Aspekte aus der Denkmalpflege erweitern. „Dies erscheint umso naheliegender, als das UNESCO-Weltkulturerbe ‚Lübecker Altstadt‘ ein besonders geeignetes Anschauungsobjekt ist, um erstens die Bedeutung der Baugeschichte für die Gegenwart zu erkennen, und zweitens zu demonstrieren, dass die Pflege des stadtbaukulturellen Erbes Impulsgeber für eine nachhaltige Stadtentwicklung sein kann.“

Nach dem Abschluss ihres Architekturstudiums an der Technischen Universität Wien arbeitete Hnilica bis 2006 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen eines Forschungsprojekts über den bekannten österreichischen Architekten und Städtebauer Camillo Sitte in der Abteilung für Städtebau der Technischen Universität Wien. Diese Forschungstätigkeit beendete sie mit einer architekturtheoretischen Promotion über Stadtmetaphern bei Camillo Sitte und wechselte an die Technischen Universität Dortmund.
Dort forschte sie am Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur und widmete sich dabei ganz besonders der Architektur der Nachkriegsmoderne. Im Rahmen eines Forschungsverbundes zwischen der TU Dortmund und der Bauhaus-Universität Weimar zum Thema „Welche Denkmale welcher Moderne?“ habilitierte Hnilica zum Thema „Der Glaube an das Große in der Architektur der Moderne. Großstrukturen der 1960er und 1970er Jahre.“ Die Monographie ist 2018 beim Schweizer Verlag Park Books erschienen.
Lehrerfahrungen sammelte sie außerdem im Rahmen von Vertretungsprofessuren an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund und am Institut für Europäische Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg sowie international als Gastdozentin an der Erciyes University Kayseri/Türkei und der IUAV Università di Venezia.

„Im Verhältnis von Architektur und Denkmalpflege deutet sich gegenwärtig ein Paradigmenwechsel an. Das Um- und Weiterbauen, das lange Zeit als ungeliebtes Randthema der Architektur galt, ist in den letzten Jahren zu einem zentralen Handlungsfeld geworden. Die Erforschung, Erhaltung und gegebenenfalls architektonische Weiterentwicklung des baukulturellen Erbes ist eine der großen Zukunftsaufgaben, die weit über die Konservierung einzelner Baudenkmale hinausweist. Im Architekturstudium sind historische Fächer also kein Selbstzweck. Der Baugeschichte kommt große Bedeutung für die aktuelle Architektur- und Planungspraxis zu“, äußert sich Hnilica über Erkenntnisse aus ihrer langjährigen Arbeit zum Stellenwert der Baugeschichte, der Denkmalpflege und der aktuellen Baukultur.
Über ihre zukünftige Aufgabenstellung an der TH Lübeck sagt sie: „Meiner Arbeit lege ich ein breites Verständnis von Baugeschichte zugrunde, das auch den städtebaulichen Maßstab einbezieht. Dementsprechend unterrichte ich Studierende der Architektur, und werde künftig auch im neuen Studiengang Stadtplanung mitwirken. Ich möchte die Zusammenarbeit mit der Kommune und anderen Akteur:innen im der Region suchen. Mit solchen Kooperationen wird die Theorie eng an die Praxis gekoppelt. Baukulturelle Fragen werden ins öffentliche Bewusstsein getragen und Studierende werden frühzeitig mit eigenständigen Arbeiten sichtbar.“

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Fachbereich Bauwesen
news-2350 Mon, 08 Mar 2021 14:52:00 +0100 Neue Gleichstellungsbeauftragte an der TH Lübeck https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-08-neue-gleichstellungsbeauftragte-an-der-th-luebeck/ „… dass Gleichstellungsarbeit einen konstruktiven Beitrag zur Hochschulentwicklung leisten kann…“ Dr. Daphne Reim ist seit Anfang März 2021 neue zentrale Gleichstellungsbeauftragte an der Technischen Hochschule (TH) Lübeck. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin hat an der Freien Universität (FU) Berlin das Studium der BWL absolviert und in der Folgezeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Drittmittelprojekten am nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH, an der FU Berlin und Technischen Universität (TU) Berlin sowie als Lehrbeauftragte an der FU Berlin gearbeitet.

Der Norden ist für Daphne Reim keine unbekannte Region. Über das Thema „Diversity und Diversity Management ehrenamtlich engagierter älterer Menschen“ promovierte sie an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) Hamburg. Vor ihrem Eintritt in die TH Lübeck war sie im Gleichstellungsbüro im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) als Mitarbeiterin beschäftigt.

Zu ihrem Arbeitsbeginn Anfang März 2021 hatte die Hochschulkommunikation (HS-Komm) der TH Lübeck Gelegenheit ein online Gespräch/ Interview mit Dr. Reim zu führen. Darin äußerte sie sich über ihre Vorstellungen zur neuen Aufgabe in Lübeck:

HS-Komm: Wie sollte die Hochschule in 20 Jahren aussehen?

Reim: „In meiner Vorstellung ist die TH Lübeck ein Arbeits-, Studien-, Lern- und Lehrort, an dem Menschen, egal welchen Geschlechts, gern lernen, arbeiten und sich austauschen. Vielfältige Teams wirken gemeinsam an internationalen Forschungsprojekten und haben gute Ideen für Produkte und Dienstleistungen, die sie in die Welt tragen. Die TH Lübeck wird eine national und international noch anerkanntere Hochschule sein.“

HS-Komm: Wo sehen Sie Ihre ersten konkreten Aufgaben in der Hochschule?

Reim: „Ich möchte in den kommenden Monaten viele Angehörige der TH kennenlernen und mich vorstellen. Gerne können Interessierte auch auf mich zukommen. Den Gleichstellungsplan hatte ich im Rahmen des Bewerbungsprozesses bereits gelesen und möchte herausfinden: Was wird davon bereits umgesetzt? Wo steht die TH beim Thema Gleichstellung? Wo sind vielleicht Bedarfe, um das Thema Gleichstellung noch weiter voranzubringen? Während ich die ersten Einblicke bekomme, werde ich zugleich in konkret laufende Prozesse einsteigen. Hierfür freue ich mich auf den Austausch mit den nebenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten und dem Gleichstellungsausschuss und weiteren Vertreter:innen der Hochschule. Außerdem erstelle ich einen Jahresplan mit Aktivitäten, die ich angehen werde. Dazu gehört zum Beispiel ein Drittmittelprojekt, das die Gleichstellung stärken soll.
Außerdem habe ich an der Qualifizierungsreihe „Genderkompetenz in der Medizin“ des UKSH mitgearbeitet, die in diesem Jahr online stattfinden wird. Von den sechs Modulen betreue ich weiterhin zwei. Die Teilnahme ist auch für Angehörige der TH Lübeck offen und der Start ist im Mai. Fort- und Weiterbildungsangebote sind sehr wichtig und ich möchte sie auch an der TH weiter etablieren und verfügbar machen."


HS-Komm: Was bedeutet Gleichstellung für Sie?

Reim: „Gleichstellung mit dem Fokus auf die Hochschule bedeutet für mich, dass Studierende, Lehrende und Beschäftigte unabhängig von ihrem Geschlecht die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten haben, dass bestehende Nachteile abgebaut und Diskriminierungen jeglicher Art entgegen gewirkt wird. Ich bin überzeugt, dass Gleichstellungsarbeit einen konstruktiven Beitrag zur Hochschulentwicklung leisten kann und dass Hochschulen mit realisierter Gleichstellung besser, attraktiver und leistungsfähiger sind."

HS-Komm: Was können Männer tun?

Reim: „Für mehr Gleichstellung? Ganz viel. Aber nicht nur Männer. Alle können sich für das Thema sensibilisieren. In allem was wir tun, auch in verschiedenen Bereichen wie Lehre und Zusammenarbeit, spielt Gender eine Rolle. Darüber sollte man sich im Klaren sein und reflektieren, ob Gender zum Beispiel einen Einfluss darauf hat, wen ich für ein bestimmtes Projekt auswähle, wen ich mit welcher Aufgabe betraue bzw. was ich wem zutraue. Wie das Thema Gender in die eigene Forschung und Lehre integriert werden kann, finde ich auch ein spannendes Thema, mit dem ich mich noch intensiver auseinandersetzen möchte.“

HS-Komm: Werden Sie sich einmischen?

Reim: „Ich gehe davon aus. Und das an den richtigen Stellen und in der geeigneten Art und Weise.“
 
HS-Komm: Gleichstellung vs. Diversity: kann man das abgrenzen?

Reim: „Ja, das lässt sich abgrenzen, aber ich sehe es nicht als „versus“. Denn es gibt Schnittstellen. Gleichstellung bezieht sich üblicherweise auf das Geschlecht, also die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern. Diversity meint Vielfalt und Geschlecht ist eines der Vielfaltsmerkmale. Ich selbst beschäftige mich seit meinem Studium mit Diversity (Management). Deshalb ist auch für mich als Gleichstellungsbeauftragte Gender das zentrale Merkmal, aber ich möchte mitberücksichtigen, dass auch weitere Merkmale eine Rolle spielen können. Gender und Migrationshintergrund beispielsweise bieten noch einmal andere Herausforderungen. Die Intersektionalität, also das Ineinanderwirken mehrerer Merkmale mit zu denken, finde ich wichtig."

HS-Komm: Inwiefern denken Sie, dass Cancel Culture in Ihrer zukünftigen Arbeit eine Rolle spielen wird?

Reim: „Ich muss auf die konkrete Situation schauen. Wenn ich sie erlebt habe, werde ich berichten. Generell ist es ein Spannungsfeld. Gewisse Debatten müssen zugelassen werden, als ein Ort, an dem wir uns austauschen können. Es ist ein Privileg an einer Hochschule zu diskutieren, aber in welchem Rahmen? Der Rahmen ist vom Grundgesetz vorgegeben und bildet eine wichtige Grundlage.“

HS-Komm: Was ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für die Gleichstellung im 21. Jahrhundert in Deutschland?

Reim: „Mit einer Vorhersage halte ich mich zurück. Aber aktuell, wir sind ja schon 20 Jahre im 21. Jahrhundert, ist Digitalisierung ein Thema. Das ist auch der Schwerpunkt des aktuellen Gleichstellungsberichts der Bundesregierung. Und die Aufwertung bzw. bessere Bezahlung von typischerweise frauendominierten Tätigkeiten, z. B. im Sozial- und Gesundheitsbereich, finde ich auch sehr wichtig."

 

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news-2349 Mon, 08 Mar 2021 09:16:00 +0100 Auf ins dritte digitale Semester! https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-03-08-auf-ins-dritte-digitale-semester/ TH Lübeck startet mit rund 230 neuen Studierenden in das Sommersemester 2021 Am Montag, 08.03.2021, startet die Technische Hochschule (TH) Lübeck in das Sommersemester 2021, das auch als digitales Semester vorgesehen ist. Knapp 610 gültige Bewerbungen sind für die zum Sommersemester angebotenen Bachelor- und Masterstudiengänge an der TH Lübeck eingegangen. Davon haben sich bisher rund 230 nationale und internationale Studienanfänger:innen nach aktuellem Stand vom 03.03.2021 eingeschrieben. Da Einschreibungen noch bis Ende März erfolgen können, erwartet die TH Lübeck wieder eine Größenordnung an Erststudierenden wie im letzten Jahr, die um 270 neue Erststudierende lag.

Um 10.00 Uhr (Einlass ab ca. 9:30 Uhr, am 08.03.2021) beginnt die offizielle Erstsemesterbegrüßung online unter: https://bbb.th-luebeck.de/b/lic-mmr-50e-eys mit Grußworten der TH-Präsidentin, Dr. Muriel Helbig, des Stadtpräsidenten der Hansestadt Lübeck, Klaus Puschaddel und des TH-Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Prof. Dr. Henrik Botterweck.

Anschließend richten die Dekane der vier Fachbereiche (FB) Prof. Dr. Stephan Klein, FB Angewandte Naturwissenschaften, Prof. Dipl.-Ing. Stephan Wehrig, FB Bauwesen, Prof. Dr. Andreas Schäfer, FB Elektrotechnik + Informatik und Prof. Dr. Tim Voigt, FB Maschinenbau & Wirtschaft einige Worte an ihre neuen Studierenden.

Auch die Vorstände der Studierendenorgane, Sven Kessler für das Studierendenparlament (StuPa) und Lena Möller für den Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) stellen sich vor, informieren über die Arbeit in den studentischen Gremien und über die Notwendigkeit des Engagements in den studentischen Vertretungen.

Erste wichtige Informationen über Studium und Lehre gibt es im Anschluss durch das International Office und dem Sprachenzentrum aus der Abteilung III ‚Studium & Lehre‘ sowie grundlegende und notwendige Informationen aus dem Rechenzentrum, Abt. V.
Schlussendlich stellen sich die ‚seagulls‘ vor und laden Interessierte ein, in dieser fachbereichsübergreifende Studierendeninitiative aktiv zu werden. Die Seagulls konstruieren und bauen als ‚Formular One Students‘ ein Rennauto, mit dem sie an internationalen Wettbewerben teilnehmen. 

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Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft Fachbereich Bauwesen Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
news-2340 Tue, 02 Mar 2021 13:30:00 +0100 Rückblick: Zweites Forum Umweltschutz und Umwelttechnik https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/rueckblick-zweites-forum-umweltschutz-und-umwelttechnik/ Umweltbezogene Produktinformationen durch Digitalisierung besser kommunizieren Forschende der Technischen Hochschule (TH) Lübeck und Akteure des Umweltschutzes in Schleswig-Holstein gingen im digital ausgerichteten zweiten Forum Umweltschutz und Umwelttechnik auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung umweltbezogener Produktinformationen ein. Der zentrale Themenbereich des zweiten Forums drehte sich um die Fragestellung, wie Umweltwirkungen zeitgemäß, transparent und zielgerichtet dokumentiert und kommuniziert werden können, damit u. a. Kommunen, Unternehmen und Verbraucher:innen ihren Produktkonsum nachhaltiger gestalten können.

Nach der Begrüßung durch die TH Professoren Dr. Norbert Reintjes und Dr.-Ing. Michael Bischoff, sowie Anna-Lena Riotte, Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH), wurde das zweite Forum Umweltschutz und Umwelttechnik durch Impulsvorträge fachlich eröffnet. Lisa Frien-Kossolobow (Umweltbundesamt) stellte in ihrem Vortrag zum Thema „Nachhaltiger Konsum & Digitalisierung: Digitale Verfügbarkeit & Wirkung produktbezogener Umweltinformationen“ bundesweite Entwicklungen dar. Marret Bähr (Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung und Vergabe) und Andrea Witt (Klimaleitstelle Lübeck) beleuchteten mit Ihrem Vortrag „Herausforderung nachhaltige Beschaffung - Beispiele des Nutzens digitaler Produktinformationen aus Sicht kommunaler Beschaffungsstellen“ das Thema aus Perspektive der öffentlichen Hand.

Die anschließende Vorstellung von Christian Kitazume (Umweltbundesamt) über das Forschungsprojekt „Der digitale Zwilling – Bereitstellung umweltrelevanter Daten durch einen standardisierten Produktpass“ leitete thematisch nahtlos über in die Arbeitsgruppen. In diesen begleitenden Workshops wurden folgende Arbeitsziele diskutiert und konkretisiert:

  • Ansprüche und Potentiale der Digitalisierung von Produktinformationen konkretisieren,
  • Anforderungen an standardisierte Erfassung und Bereitstellung von Umweltinformationen formulieren,
  • Notwendigkeiten für rechtliche und politische Maßnahmen zur Förderung der Digitalisierung umweltbezogener Produktdaten identifizieren und
  • Widerstände und Incentives für die freiwillige oder verpflichtende Bekanntgabe von einschlägigen Informationen und Kennzeichnung eruieren und benennen.

Das Forum ist eine Initiative des Bereichs Umweltingenieurwesen und –management und der Fachgruppe Umwelt- und Klimaschutz an der TH Lübeck in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH). Den Auftakt bildete das Symposium „Umweltschutz und Umwelttechnik“ vom Juni 2019 an der TH Lübeck, in dem sich das Forum mit gleichlautendem Namen formierte. Das erste Forum zum Thema „Abfallwirtschaft/Recycling“ folgte bereits im November 2019. Das Forum soll fortlaufend mit regelmäßigen Treffen einen fachlichen Austausch zwischen den Akteuren des Umweltschutzes in Schleswig-Holstein ermöglichen und zur weiteren Zusammenarbeit anregen.
Das nächste Forum wird voraussichtlich im Herbst 2021 stattfinden.

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Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften Forschung und Transfer
news-2339 Fri, 26 Feb 2021 17:33:00 +0100 Studiengang des Monats: Allgemeine Elektrotechnik https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-26-studiengang-des-monats-allgemeine-elektrotechnik/ In einer Videoreihe stellen Studierende der Technischen Hochschule (TH) Lübeck ihren Studiengang vor. In diesem Monat beantworten Thomas Thun und Björn Sievers Fragen zum Bachelorstudium Allgemeine Elektrotechnik. Ob Photovoltaik, Elektromobilität oder Übertragungstechnik: der Studiengang Allgemeine Elektrotechnik bietet eine sehr große Vielfalt an spannenden Themen. Von mathematischen und physikalischen Grundlagen bis hin zum konkreten ingenieurwissenschaftlichen Projekt durchlaufen die Studierenden alle Module mit einem hohen Praxisbezug.

Mich fasziniert an Elektrotechnik einerseits wie vielfältig die Themenbereiche sind und andererseits wie verzahnt diese aber auch miteinander sind.

In sieben Semestern Regelstudienzeit tauchen die Studierenden tief in die Materie der Elektrotechnik ein. Wie entwerfe ich eine Schaltung? Wie kommen Hard- und Software zusammen? Der TH Lübeck Absolvent Thomas Thun schätzt diese Bandbreite: „Mich fasziniert an Elektrotechnik einerseits wie vielfältig die Themenbereiche sind und andererseits wie verzahnt diese aber auch miteinander sind.“

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Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
news-2337 Tue, 23 Feb 2021 15:20:00 +0100 Live-Experimentieren mit dem Team vom JuniorCampus https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-23-live-experimentieren-mit-dem-team-vom-juniorcampus/ Forschen in Kitas, Grundschulen und Zuhause Fragen, Forschen und Begreifen! Unter diesem Motto geht es auch im Jahr 2021 und trotz Corona mit dem Team vom JuniorCampus auf „Live-Expeditionen“, allerdings rein virtuell. Ob in der Not-Betreuung, im Home Schooling und /oder im Wechselunterricht – gern kommt der JuniorCampus online und live in Kindertagesstätten, Schulen oder auch privat nach Hause.

Der JuniorCampus bietet eine Experimentierstunde über eine Online-Verbindung an, um gemeinsam zu experimentieren und Wissensdurst zu stillen. Alles was benötigt wird, sind ein Laptop und Internet. Nach der Anmeldung verschickt das Team des JuniorCampus den Link zur Einwahl in den Hochschulserver.

Die Termine werden individuell vereinbart! Wer also einmal etwas Anderes erleben will, ob allein, im Kita- oder Klassenverband, und 60 Minuten live mit Alltagsmaterialien zu den Themen Luft & Akustik, Wasser & Optik sowie Haut & Mechanik experimentieren möchte, sollte sich jetzt anmelden. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

Kitas und Grundschulen melden sich bitte bei Janina Mahncke, Tel. 0451 300 5503, janina.mahncke(at)th-luebeck.de an,
alle weiteren bei: Nena Zabinski, Tel. 0451 300 5200, nena.zabinski(at)th-luebeck.de

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Nachwuchsförderung
news-2333 Fri, 19 Feb 2021 10:49:00 +0100 Studentischer Ideenwettbewerb https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-19-studentischer-ideenwettbewerb/ Thema: „Deeply High“ – Nachverdichtung urbaner Räume durch Aufstockungen In diesem Wintersemester 2020/2021 fand das Format „Studierendenwettbewerb - Entwerfen 3. Semester“ der Technischen Hochschule (TH) Lübeck bereits zum elften Mal statt. Es begann mit der Ausgabe der Aufgabenstellung im November 2020, in der es um das Thema Nachverdichtung ging. „Deeply High“ – Tief eintauchen in das Thema der nachhaltigen, urbanen Verdichtung und hoch hinaus durch Wohnen in der Höhe, das wird durch Aufstockung von bereits bestehenden Gebäuden ermöglicht.

Architekturprofessor Heiner Lippe knüpfte in seiner Begrüßung zum Auftakt der Jurysitzung im Februar 2021 eine Verbindung zwischen der diesjährigen Semesteraufgabe und dem internationalen Wettbewerb Solar Decathlon Europe (SDE). Im Solar Decathlon Africa 2019 war die TH Lübeck schon einmal im Wettbewerb dabei, bei der das internationale Team ,AFRIKATATERRE‘ mit Studierenden aus dem Senegal, Marokko und Lübeck und mit tatkräftiger Unterstützung durch M.A. Stefan Gruthoff und seiner langjährigen Erfahrung in der interdisziplinären Lehre am Fachbereich den 1. Preis in der Kategorie „Architektur“ und den 2. Platz in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ erringen konnte. „Dem Thema Nachhaltigkeit und Wohnraumgewinnung durch Aufstockung haben wir uns schon unterschiedlich genähert; diesmal werden die Ergebnisse direkt einfließen in den internationalen Wettbewerb Solar Decathlon Europe 21/22. Ich freue mich, dass Stefan Gruthoff uns auch beim Solar Decathlon in Europa wieder zur Seite steht.“ Der ‚Studierendenwettbewerb - Entwerfen 3. Semester‘ soll nach seinen Worten gleichzeitig Impulsgeber für den großen, internationalen Wettbewerb sein sowie für zukünftige Aktivitäten in urbanen wie ländlichen Räumen Schleswig-Holsteins.

Die TH Lübeck hat es gemeinsam mit der Istanbul Technical University als Team „DEEPLY_HIGH“ im Sommer 2020 geschafft, für die Teilnahme an diesem Wettbewerb nachnominiert zu werden. „Dieser Herausforderung stellen wir uns gern; interdisziplinär und weit vernetzt vertreten wir das interkulturelle Miteinander und werden im Juni 2022 ein bewohnbares Element, ein Gebäude in Wuppertal aufstellen“, ist sich Lippe sicher. Das fertige, hoch nachhaltige und innovative Gebäude bietet dann die Möglichkeit „eine fertige Pizza aus dem Ofen zu ziehen, eine warme Dusche zu nehmen, Sofakissen zurechtzurücken und den Fernseher anzuschalten“, beschreibt der TH Professor das von ihm erwartete Ergebnis. Das passiert alles innerhalb von zwei Wochen und ist dementsprechend eine sehr anspruchsvolle und große Herausforderung. 

„Heute ist Ihr Tag“, begrüßte Dipl.-Ing. Angela Zett, Mitinitiatorin des Wettbewerbs, die Studierenden zum Tag der Entscheidung. „Sie haben sich elf Wochen mit dem Projekt Deeply High auseinandergesetzt (…). Heute geht es hoch hinaus“, sagt die Architektin über die finale Juryarbeit. Der Wettbewerb findet seit nunmehr elf Semestern mit immer wechselnden Aufgabenstellungen statt. In diesem Jahr, wie schon Jahre zuvor, waren die NEUE LÜBECKER (Norddeutsche Baugenossenschaft eG) und das Kieler Architekturbüro NEUWERK als Auslober beteiligt.

39 Architekturstudierende des 3. Semesters im Fach Entwerfen und Baukonstruktion stellten sich in Einzelarbeit oder im Zweier-Team dieser besonderen Aufgabe: durch Aufstockungen auf Gebäuden eines bestehenden, meist zweigeschossigen Wohnensembles der 60er Jahre galt es, eine zukunftsfähige Wohnatmosphäre zu schaffen. Die Studierenden sollten zudem die Nachhaltigkeit im großen Zusammenhang denken – mit den Menschen, den Gebäuden, den dazugehörigen Außenflächen unter Beachtung der Gesamtlage sowie der Nachbarschaft und der vorhandenen Infrastruktur.

„Das Plangebiet ist typisch für die 60er Jahre: mehrere zwei- und dreigeschossige Gebäude auf einem Baugrundstück, die vor allem energetisch gesehen in die Jahre gekommen sind“, so Lippe. Dass Konzepte für diese Art von Wohnkomplexen erforderlich sind, ergibt sich schlicht durch die Anzahl: „Wir sprechen von einem Mengenthema. Diese Gebäude wurden zu zehntausenden gebaut, man geht bundesweit von einem Potential durch Aufstockungen in Höhe bis zu 1,5 Millionen Wohneinheiten aus“, erklärt der Professor weiter.*
Besondere Aufmerksamkeit wird der beispielhaften energetischen Ertüchtigung (nach EnEV/GEG) des Bestands gewidmet. Die innovative Aufstockung in zukunftsweisender Holzbauweise schafft den gewünschten zusätzlichen Wohnraum.

Neben der energetischen Ertüchtigung, soll auch eine soziale Komponente, in der Mensch und Umwelt gleichermaßen genügend Raum finden, bewusst berücksichtigt werden. Nach Wochen der intensiven Auseinandersetzung mit der gestellten Aufgabe haben sich die Studierenden in 22 Arbeiten dem Wettbewerb und der externen Bewertung gestellt, die traditionell durchgeführt wurde von den Vizepräsidenten der Architekten-und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein und der Architektenkammer Niedersachsen sowie diesmal auch mit der Präsidentin der Hamburger Architektenkammer. Vertretungen der Wohnungswirtschaft sowie freier Architekturbüros komplettierten die hochrangige, kompetente Jury.

„In 77 Tagen haben die Studierenden zahlreiche analytische Studien betrieben: Wohnen im Quartier Analysen der Gebäudearchitektur, rechtlich bindende Vorgabengesetze, Grenzen und Möglichkeiten von Konstruktion und Bestandsstatik, bis hin zu sozialen, kulturellen und psychologischen Aspekten. Eine Entwurfsplanung von Wohnungen und Häusern in dieser Art und Weise erfordert eine hohe Akzeptanz vor allem der bisherigen Bewohner. Also sehr eine anspruchsvolle Aufgabe“, umriss Dipl.-Ing. Angela Zett die vielfältigen Gebiete, mit denen sich die Studierenden bei dieser hochaktuellen Aufgabenstellung zu befassen hatten.

Der aus Hamburg zugeschaltete Vorstandsdirektor des Verbandes der Norddeutschen Wohnungsunternehmen e.V., Dipl. Verww. Andreas Breitner, beschrieb in seinem Grußwort die hohe Aktualität des Wettbewerbsthemas: „Aus unserer Sicht trifft die Aufgabenstellung den richtigen Nerv. Wir haben in Deutschland ein Problem: wir haben schlichtweg zu wenig Wohnraum! (…) Wenn man heute beispielsweise nach Hamburg, nach Lübeck oder in andere Städte gucken würde, dann ist die Fläche endlich. Und man muss sich die Frage stellen: Wollen wir immer weitere Flächen versiegeln?“, gibt er zu bedenken. „Wie gelingt es, diesen Wohnraum, entstanden in den 60er und 70er Jahren, zu modernisieren, instand zu halten aber auch ihn zu erweitern? Da setzt Ihr Wettbewerb ein. Das sind genau die Überlegungen, die in der Praxis angestellt werden. Und wenn Ihr Wettbewerb Hinweise oder gar Lösungen anbietet, dann ist es für uns extrem wertvoll“, betont Vorstandsdirektor Breitner und stellt die Verbandspublikation als Multiplikator der Ergebnisse an die Mitgliedsunternehmen in Aussicht.

Anschließend begaben sich die Jurymitglieder, namentlich waren es in diesem Jahr in willkürlicher Reihenfolge Carsten Burghardt, Dipl. Ing. Architekt, PPP Architekten + Stadtplaner GmbH, Lübeck und Hamburg; Christoph Edler, Architekt MSc., NEUWERK-Architekten, Kiel; Christoph Schild, Dipl. Ing. Architekt und Vizepräsident Architektenkammer Niedersachsen, Präs. BDB; staatl. Baumanagement Niedersachsen; Georg Conradi, Dipl. Ing. Architekt, Aufsichtsrat NEUE LÜBECKER Norddeutsche Baugenossenschaft eG, Lübeck; Hans-Ulrich Zöllner, Architekten BDB, Hamburg; Henning Klattenhoff, Dipl. Bauingenieur, Assmann Planen und Beraten; Hamburg; Jochen Dohrenbusch, Dipl. Ing Architekt, NEUWERK-Architekten, Kiel; Karin Loosen, Dipl. Ing. Architektin, Präsidentin der Architektenkammer Hamburg, LRW Architekten und Stadtplaner Loosen, Rüschoff + Winkler PartG mbB, Hamburg; Petra Memmler, Dipl. Ing. Architektin, Ref. für Technik/Energie im Verband der Norddeutschen Wohnungsunternehmen, Geschäftsführerin VNW-LV Hamburg e.V. und Reinhold Wuttke, Dipl. Ing. Architekt, Vizepräsident AIK Schleswig-Holstein, Wuttke Architekten-Studio 42, Neumünster (Juryvorsitz), in die online Durchgänge.

Nach fast zehnstündiger Begutachtung und entsprechendem Austausch stand das Ergebnis aus den insgesamt 22 Einreichungen fest. Unabhängig vom Preisgeld erhielt jedes abgegebene Projekt 50 Euro als Anerkennung für die Teilnahme und geleistete Arbeit.

Nach dem Diskussionsmarathon kam die Jury zu folgendem Ergebnis:

Der erste Preis ging an das Team „Haus auf Haus“ in der Besetzung Vanessa Grohn und Marina Rjadnowa, dotiert mit 500 Euro. „Der Entwurf“, führten die Studentinnen aus, „beschäftigt sich mit einer zeitgemäßen, aber zugleich harmonischen Aufstockung.“ In seiner klaren Formsprache bedient er sich dem Bild eines Hauses mit Satteldach, welches auf das Bestandsgebäude gesetzt wird. Dieses Bild wird noch verstärkt, in dem die Aufstockung eine sinnbildliche eigene Bodenplatte erhält, die über den Bestand auskragt und als Installationsebene genutzt wird. Durch den Rücksprung in der Fassade der Aufstockung, wird die Abgrenzung zum Bestand noch deutlicher und es entstehen teilweise umlaufende Freitritte beziehungsweise Loggien, die entscheidend zur Atmosphäre des Entwurfes beitragen und den Bezug nach Außen herstellen.
„Absolut toll“, war die Meinung des Juryvorsitzenden Wuttke. Die Jury konnte dem folgen und begründete ihre Entscheidung mit der geschickten Eingangssituation. Die Arbeit hat vom ersten Bewertungsdurchgang überzeugt. Die Jury lobte eine perfekt durchdachte Arbeit und die besondere Atmosphäre, die der Entwurf erzeugt. Er besteche nicht nur durch Perfektion, sondern auch durch seine besonders feine Materialität.

Der zweite Preis, dotiert mit 300 Euro, ist eine Einzelarbeit mit dem Titel „Woodstock“ und ging an Yannik Schümann. Die hier zu Grunde liegende Idee: „Der Gebäudebestand wird um ein Geschoss und Staffelgeschoss aufgestockt. Dazu wird das bestehende Satteldach abgebrochen. Ein Ringanker aus Konstruktionsvollholz soll die auftretenden Lasten gleichmäßig auf die Bestandswände verteilen und die Decke ertüchtigen (…). Die Aufstockung erfolgt mittels vorgefertigter Raummodule aus Brettsperrholz, die gestapelt werden und so die Bauzeit reduzieren. Zwei Modulgrößen geben die Raumprogramme der zwei Wohnungstypen vor.“ In dieser Arbeit betonte die Jury die geschickte Umsetzung des Laubengangs und die raffiniert gewählten Grundrissausschnitte. Zudem lobt sie die konstruktive Durcharbeit und Statik.

Der dritte Preis, dotiert mit 200 Euro, ebenfalls unter dem Titel „Wood Stock“ dennoch anders konnotiert, ging an Carolin Bogalski und Lennart Seitz. Den Mut, bewusst auf eigene Vorstellungen zu setzen und konventionelle Lösungen zu vernachlässigen, hat die Jury besonders herausgestellt. Die Idee ist es, beschrieben die zwei Studierenden ihren Entwurf: „die Bestandsgebäude mit ein bis zwei Stockwerken aufzustocken, die in Holzrahmenbauweise ausformuliert sind (…). Durch die variable Kombination unterschiedlicher Grundrissvarianten entsteht ein spannendes, abwechslungsreiches Fassadenbild. Die Verwendung der unterschiedlichen Grundrissvarianten kann ebenfalls dem derzeitigen Bedarf angepasst werden. So bietet das Konzept die Möglichkeit einer Durchmischung verschiedener individueller Nutzung.“ Die Jury lobte die hohe Motivation, auch mit Blick auf spätere berufliche Tätigkeit und Teilnahme an Wettbewerben. Damit ermutigte die Jury die Studierenden, eigene Lösungen anzubieten, wenn diese passender erscheinen. 

Das Team Alexander Pfleiderer und Skrollan Völkel erhielt für seinen Entwurf „Tanzende Dächer“ eine Anerkennung, dotiert mit 100 Euro. Besonders die grafische Darstellung hat überzeugt. „Ein wirklich schöner, grafisch gezeichneter Grundriss“, begründete Wuttke die Anerkennung. Besonders gut kam die gelungene Gestaltung der spannenden Dachlandschaft an.

Eine weitere Anerkennung zu 100 Euro ging an das Team „Roof Shaping“ in der Besetzung von Livia van Oven und Isa Marie Zorn. Die Idee, eine neue „Landschaft von kleinen Häusern“ auf dem Bestand entstehen zu lassen, wurde gewürdigt. Die Umsetzung im Holzbau sei komplizierter, es wäre aber eine sehr mutige und sehr ausgefallene Konstruktion, lautete die Begründung.

Die Sitzung fand in Zeiten von Corona nicht in Präsenz statt, sondern im Rahmen einer Online-Konferenz. Die Studierenden waren eingeladen, den Bewertungsrundgängen stumm an ihren Bildschirmen zu folgen. So konnten sie die Bewertungskriterien nachvollziehen und verfolgen, wie die Jury zu den Urteilen gekommen ist.

Weitere Informationen

*) Einer Deutschlandstudie der TU Darmstadt und des Pestel Instituts Hannover von 2019 zufolge, „fehlt es (...) in Deutschland vorrangig in den schnell wachsenden Regionen an bezahlbarem Wohnraum. Zusätzlich führen neue Wanderungsmuster zu einer Umverteilung der Bevölkerung im Bundesgebiet und in den Städten. Die Schätzungen weisen einen Bedarf von 1,2 bis 1,45 Mio. Wohnungen in diesen Regionen aus. Als Regionen mit hohem Wohnungsbedarf wurden dabei alle Gebiete bezeichnet, in denen der Leerstand Ende 2018 unterhalb von 3,0 % des Wohnungsbestandes lag. Wo und in welcher Form soll also kostengünstig der dringend benötigte Wohnraum in diesen Wohnungsmärkten entstehen? Um dem wachsenden Bedarf an Wohnraum bei gleichzeitiger sparsamer Inanspruchnahme der Ressource „Bauland“ zu begegnen, sind Strategien der Innenentwicklung und Nachverdichtung notwendig. Mit konservativen Annahmen von Mengen, Flächen und Verdichtungsschlüsseln, stellen sich die Potenziale für bezahlbaren Wohnraum sowie die dazu gehörige soziale Infrastruktur (…) in der Gesamtheit mit ca. 2,3 Mio. bis 2,7 Mio. Wohnungen (...) dar.“

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Fachbereich Bauwesen
news-2326 Thu, 11 Feb 2021 15:40:00 +0100 Mit Freunden für eine gute Sache spenden! https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-11-mit-freunden-fuer-eine-gute-sache-spenden/ „ShareTheMeal“ - Marketing Fachleute unterstützen hungernde Kinder Dr. Marc Oliver Opresnik, Professor für Marketing, Management und Unternehmensführung an der Technischen Hochschule (TH) Lübeck und Chief Research Officer bei Kotler Impact Inc., hat sich ein paar Freunde eingeladen, darunter der Head of UN World Food Programme Innovation Accelerator Bernhard Kowatsch und Top-Verkaufsexperte Martin Limbeck, um gemeinsam die Initiative „ShareTheMeal“ des United Nations (UN) World Food Programme (WFP) zu unterstützen. WFP ist die größte gemeinnützige Organisation im Kampf gegen den Hunger und wurde im Jahr 2020 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Eingebettet in ein internationales Online-Marketingseminar gestalten der renommierte Lübecker Marketing-Experte Opresnik und seine internationalen Freunde diese Hilfsaktion für das World Food-Programme.

Am Donnerstag, 25. Februar 2021, diskutieren Opresnik und seine Gäste ab 16:00 Uhr online über „Success Strategies for Enterprises & Entrepreneurs“. Angesprochen sind dabei nicht nur Unternehmen, sondern auch Studierende, Praktiker:innen und grundsätzlich alle, die geschäftliches oder persönliches Potenzial entwickeln und bewährte Erfolgsstrategien und Impulse von ausgewiesenen Fachleuten und Praktiker:innen erhalten möchten.

Die Teilnahme und Seminargebühr beträgt 60 EUR (für Studierende, Auszubildende, Senior:innen 30 EUR). Dafür erhalten die Teilnehmenden praxisnahes Wissen, das direkt im persönlichen Umfeld oder im Unternehmen angewandt werden kann sowie ein persönliches Zertifikat von Kotler Impact.

Von jedem verkauften Ticket fließt ein Teil des Geldes in das Programm „ShareTheMeal“. Jedes Ticket versorgt somit zehn Kinder weltweit einen ganzen Tag lang mit Lebensmitteln.
„ShareTheMeal“ hat seit seinem Start im Jahr 2015 bis zum heutigen Zeitpunkt über 96 Millionen geteilte Mahlzeiten für Kinder dieser Welt zusammenbringen können.

Alle Informationen inklusive detaillierter Agenda und Ticketreservierung sind online erhältlich unter: https://www.opresnik-management-consulting.de/training-keynotes/#webinar
Eine Buchung für das Online Zertifikats-Seminar kann auch direkt per Mail erfolgen über: marc(at)kotlerimpact.com.

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Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft
news-2325 Thu, 11 Feb 2021 11:12:00 +0100 Wissenschaftler der TH Lübeck entwickeln mobiles Blutanalysegerät für den Einsatz im Rettungsdienst https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-11-wissenschaftler-der-th-luebeck-entwickeln-mobiles-blutanalysegeraet-fuer-den-einsatz-im-rettungsdienst/ „mobOx“ nennen die Lübecker Entwickler an der Technischen Hochschule ihr mobiles medizinisches Gerät für den Rettungsdienst. Bereits am Notfallort erkennt das Gerät anhand einer minimalen Blutprobe schnell und zuverlässig mögliche Veränderungen am roten Blutfarbstoff Hämoglobin und rettet Leben. Über 7 Millionen medizinische Notfälle gibt es jedes Jahr allein in Deutschland. Häufig ist dabei die Ursache der Probleme nicht sofort festzustellen. Insbesondere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Vergiftungen können jedoch schnell lebensbedrohlich werden. Vor solchen oder ähnlichen Situationen stehen die Rettungsdienste nicht selten. Sie sind es dann, die über weitere Schritte im Rettungsprozess bestimmen und letztendlich auf Basis ihrer Erfahrungen entscheiden, was gemacht wird.

„Kommt der Rettungsdienst an einen Einsatzort, ist die Lage oft nicht besonders übersichtlich. Im schlimmsten Fall liegt der Patient am Boden, hat einen eingeschränkten Allgemeinzustand und kann sich selbst nicht äußern. Der Rettungsdienst muss herausfinden, warum es dem Patienten so schlecht geht“, sagt M.Sc. Benjamin Kern, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Medizinische Sensor- und Gerätetechnik (MSGT) der Technischen Hochschule (TH) Lübeck.

Kern: „Viele Veränderungen lassen sich am Blut nachweisen. Bei Vergiftungen durch Kohlenmonoxid und bestimmten Chemikalien muss beispielsweise ermittelt werden, wieviel Blut des oder der Patient:in überhaupt noch in der Lage ist, Sauerstoff zu transportieren.“

„Dazu aber gibt es aktuell noch kein Verfahren oder Gerät, das direkt am Einsatzort eine solche Diagnose zuverlässig und mit Laborgenauigkeit ermöglicht. Eine richtige Analyse und Diagnose wird erst in einem klinischen Labor mit entsprechenden Geräten möglich, wodurch wertvolle Zeit für die Einleitung der optimalen Therapie verloren geht“, ergänzt Professor Dr. Stefan Müller, wissenschaftlicher Projektleiter am MSGT.
Bis ein Patient in einem nächstgelegenen Krankenhaus ankommt, dauert es in Deutschland durchschnittlich 7-25 Minuten, weiß Benjamin Kern. „Wird dort festgestellt, dass der oder die Patient:in beispielsweise zu viel Kohlenmonoxid eingeatmet hat, dann muss er oder sie in eine Fachklinik gebracht werden, die über eine Überdruck-Sauerstoff-Kammer verfügt. Dadurch geht natürlich wertvolle Zeit verloren“, sagt Kern.

Professor Müller und sein Team, die Doktoranden Benjamin Kern und Reza Behroozian, begleitet von zahlreichen vorangegangenen Bachelor- und Masterarbeiten, forschen seit rund fünf Jahren genau an dieser Problemstellung. Mit Erfolg! Das Ergebnis ist ein Gerät, ausgestattet mit einem robusten, optischen Messverfahren, das lebensrettende Eigenschaften für den mobilen Einsatz besitzt. Das Funktionsmuster soll noch in diesem Jahr in einen Prototyp überführt und zusammen mit potenziellen Anwendern erprobt werden.

„Das Gerät, das wir jetzt entwickelt haben, ermöglicht eine Blutanalytik direkt am Einsatzort mit der Genauigkeit von klinischen Laborgeräten. Damit kann bereits in wenigen Sekunden vor Ort die bestmögliche Therapie eingeleitet werden und der oder die Patient:in ohne Umwege in die entsprechende Fachklinik mit entsprechender Überdruck-Sauerstoff-Kammer gebracht werden. Dieses Gerät namens „mobOx“ ist in der Lage, Veränderungen am roten Blutfarbstoff Hämoglobin zu erkennen. Haupteinsatzgebiet ist die Diagnose von Kohlenmonoxid (CO)- aber auch anderen Arten von Vergiftungen“, sagt Professor Müller und betont dabei die schnelle und einfache Bestimmung durch den Rettungsdienst mit einer zuverlässigen Laborgenauigkeit direkt am Einsatzort. Bereits mit einer minimalen Blutprobe lässt sich diagnostizieren, ob der oder die Patient:in gefährdet ist oder nicht.

Möglich wird das durch ein besonders stabiles, neues Verfahren, das künstliche Intelligenz nutzt. Eine zusätzliche Besonderheit des Systems liegt nach Aussage der Wissenschaftler darin, dass durch eine Anpassung der Algorithmen zukünftig weitere Messparameter ergänzt werden können, ohne Modifikationen an der Hardware durchführen zu müssen. „Dies eröffnet perspektivisch die Möglichkeit, weitere Anwendungsgebiete zu erschließen“. Das Ziel der Wissenschaftler ist die Erweiterung um zusätzliche Parameter, welche in erster Linie die Atmung betreffen.

Die Entwicklung wurde durch die Bundesministerien für Wirtschaft (BMWI) und für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt und gefördert.

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Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften Forschung/Entwicklung
news-2324 Wed, 10 Feb 2021 15:29:00 +0100 Safer Internet Day 2021 https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-10-safer-internet-day-2021/ Über 50 Interessierte lauschten dem Vortrag der TH Studierenden Antje Hänzelmann und Michael Georg Schmidt „Wir freuen uns, dass Sie es trotz des üppigen Schneefalls heute zu uns geschafft haben und sich für unser Thema Messenger interessieren“, sagt Michael Georg Schmidt am Dienstagabend, 09. Februar, und begrüßt die über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer im BigBlueButton Konferenzsystem der TH Lübeck.

Wissen ist Macht

Schon der britische Philosoph Francis Bacon, der im 16. und 17. Jahrhundert lebte, schuf die Grundlage für den Satz: Wissen ist Macht.

Mit diesem Satz beginnt Schmidt den Vortrag und spannt den Bogen zur heutigen Informationsgesellschaft: „Viele Messenger sind definitiv zu neugierig. Sie wollen immer mehr über uns wissen und Wissen ansammeln und damit auch Macht über uns – die Nutzer – zu Stande bringen“. Welche Auswirkung die Neugier der Messengerdienste hat, verdeutlicht der IT-Sicherheit (ITS) Student mit einem Beispiel aus den Vereinigten Staaten. „Was dort passiert ist, ist unter anderem möglich gewesen, weil die Menschen über Messenger beeinflusst worden sind", stellt Schmidt fest.  

Sieben Messenger: drei sehr gut, zwei mittelmäßig bis schlecht, zwei bedenklich

Insgesamt stellen die Studierenden am Safer Internet Day 2021 sieben Messengerdienste vor. Um eine Vergleichbarkeit zu schaffen, haben sie sich die Messenger unter Gesichtspunkten angeschaut wie: Ist eine anonyme Nutzung möglich? Gibt es eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung? Wie gehen die Unternehmen mit den Metadaten um?

Zunächst beleuchten die IT-Experten den Messenger Discord, der vor allem bei Studierenden sehr beliebt ist. Allerdings schneidet Discord sehr schlecht ab, besonders durch die massive kommerzielle Nutzung sämtlicher Nutzerdaten. Der Open Source basierte Dienst Element, welcher auch an der TH Lübeck allen Beschäftigten und Studierenden zur Verfügung steht, ist deutlich sicherer. Michael Georg Schmidt und Antje Hänzelmann listen den Dienst auf den zweiten von sieben Plätzen in ihrem Abschlussranking. Sie loben das Konzept und ebenso, dass der Dienst über die Server der TH Lübeck läuft.

Ein Wechsel von WhatsApp zu Signal

Am besten schneidet der Messenger Threema ab. Dieser kostet einmalig bis zu 3,99 Euro und kann ein Leben lang genutzt werden. „Threema nutzt eines der momentan sichersten Verschlüsselungsverfahren“, resümiert die Medieninformatik Studentin Anjte Henzelmann. Der Dienst funktioniert auch ohne Telefonnummer und E-Mailadresse und sichert somit eine anonyme Nutzung.

Die beiden Studierenden freuen sich zudem über die Entscheidung vieler WhatsApp Nutzer:innen, die zu Signal wechseln. „Gerade im beruflichen Kontext raten wir von WhatsApp oder dem Facebook Messenger ab“, sagt Hänzelmann. Discord und Telegram werden von den Studierenden mit einem warnenden Rot versehen. Sie missbrauchen massiv Nutzerdaten für die kommerzielle Verwendung und ermöglichen keine Privatsphäre. Telegram speichert die Daten auf unbekannte Zeit.

Viel positive Resonanz

Aufgrund des positiven Feedbacks sind bereits weitere Veranstaltungen mit Antje Hänzelmann und Michael Georg Schmidt in Planung. Zudem erweitert sich das Team um die ITS-Studentin Patrycja Kupiec. Thema des nächsten Vortrags wird voraussichtlich sicheres E-Mailing sein.

Weitere Informationen

Der Power-Point Vortrag von Antje Hänzelmann und Michael Georg Schmidt zum Download.

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Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
news-2323 Wed, 10 Feb 2021 11:17:00 +0100 Zweites Forum Umweltschutz und Umwelttechnik: Wie können Umweltwirkungen transparent dokumentiert und kommuniziert werden? https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-10-zweites-forum-umweltschutz-und-umwelttechnik-wie-koennen-umweltwirkungen-transparent-dokumentiert-und-kommuniziert-werden/ Nachhaltiger Konsum und Digitalisierung, der digitale Zwilling und die Herausforderung nachhaltiger Beschaffung – Forschende der Technischen Hochschule (TH) Lübeck und Akteure des Umweltschutzes in Schleswig-Holstein gehen im zweiten Forum Umweltschutz und Umwelttechnik auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung umweltbezogener Produktinformationen ein. Das Forum findet digital am Donnerstag, 18. Februar, von 16:00 bis 18:30 Uhr statt. Es richtet sich an Unternehmen aus dem Umweltbereich und mit Umweltinteresse, Vertreter:innen von Behörden und Ämtern sowie der Beschaffung, Vertreter:innen von Umwelt- und Verbraucherorganisationen, ebenso wie an Vertreter:innen aus Forschung und Lehre. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Die Anmeldung erfolgt über folgenden Link: https://www.th-luebeck.de/zweites-forum-umweltschutz-umwelttechnik/

Die Professoren Dr. Norbert Reintjes und Prof. Dr.-Ing. Michael Bischoff der TH Lübeck sowie Anna-Lena Riotte, Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH), gestalten den Auftakt des Forums. Nach Impulsvorträgen seitens des Umweltbundesamtes sowie des Kompetenzzentrums für nachhaltige Beschaffung und Vergabe zusammen mit der Klimaleitstelle Lübeck, wird sich die Veranstaltung speziell auf den fachlichen Austausch fokussieren und in Workshops ausreichend Zeit für Diskussionen bereitstellen.

Das Forum ist eine Initiative des Bereichs Umweltingenieurwesen und –management und der Fachgruppe Umwelt- und Klimaschutz an der TH Lübeck in Kooperation mit dem EEK.SH. Den Auftakt bildete das Symposium „Umweltschutz und Umwelttechnik“ im Juni 2019 an der TH Lübeck. Das erste Forum zum Thema „Abfallwirtschaft/Recycling“ folgte im November 2019. Das Forum soll fortlaufend mit regelmäßigen Treffen einen fachlichen Austausch zwischen den Akteuren des Umweltschutzes in Schleswig-Holstein ermöglichen und zur weiteren Zusammenarbeit anregen.

Weitere Informationen

Das vollständige Programm der Veranstaltung

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Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften Forschung und Transfer
news-2320 Wed, 03 Feb 2021 08:29:00 +0100 Safer Internet Day 2021: Wie gehen Messengerdienste mit den Daten ihrer Nutzer:innen um? https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-03-safer-internet-day-2021-wie-gehen-messengerdienste-mit-den-daten-ihrer-nutzerinnen-um/ Studierende der Technischen Hochschule (TH) Lübeck aus den Studiengängen IT-Sicherheit und Medieninformatik informieren in einem Online-Vortrag am Safer Internet Day 2021 über die Sicherheit von Messengern wie WhatsApp, Telegram oder Signal Im Webkonferenzsystem der TH Lübeck stehen die zwei Studierenden unter: https://bbb.th-luebeck.de/b/lic-tln-xci-bam ab 20 Uhr Rede und Antwort. Welche Messengerdienste gibt es überhaupt und welche sind sicher? „Manche sind zu neugierig“, warnen die TH-Studierenden Antje Hänzelmann, Medieninformatik und Michael Georg Schmidt, IT-Sicherheit.

Am Dienstag, 9. Februar, analysieren die IT-Fachleute von 20 bis 21 Uhr sieben Messenger. In einem Online-Vortrag erklären die Studierenden wie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung funktioniert und warum das allein noch lange nicht ausreicht, um nicht ausspioniert zu werden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich den Vortrag im Webkonferenzsystem BigBlueButton der TH Lübeck unter der Adresse https://bbb.th-luebeck.de/b/lic-tln-xci-bam anzuhören und im Anschluss Fragen zu stellen.

Weitere Informationen

Der Studiengang IT-Sicherheit Online
Der Studiengang Medieninformatik Online

 

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news-2317 Tue, 02 Feb 2021 09:32:00 +0100 Stipendien für Studienmöglichkeiten im Ausland https://www.th-luebeck.de/hochschule/aktuelles/neuigkeiten/beitrag/2021-02-02-stipendien-fuer-studienmoeglichkeiten-im-ausland/ „Stipendium der Partnerschaft“ fördert neun Studierende für Auslandssemester in China Zum Wintersemester 2021/2022 werden insgesamt neun Stipendien an Studierende der staatlichen Hochschulen Schleswig-Holsteins für einen einsemestrigen Studienaufenthalt in der Provinz Zhejiang (V.R. China) vergeben. Die Stipendien werden für Studierende in den Studiengebieten Architektur, Recht, Mechanical Design, Manufacturing & Automation, Logistik & Management (International shipping) zur Verfügung gestellt. Die China-Koordination der TH Lübeck nimmt die Bewerbungen bis zum 1. April 2021 entgegen.

Die Stipendiat:innen besuchen englischsprachige Vorlesungen und haben Ansprechpartner:innen vor Ort. Unterkunft wird über die chinesische Hochschule organisiert. Nähere Informationen über das Stipendium sowie über die Hochschule sind unter Förderung und Stipendien zu finden.

Seit langem ist die Provinz Zhejiang Partnerregion des Landes Schleswig-Holstein. Beide Länder betreiben im Rahmen dieser Regionalpartnerschaft das Programm „Stipendium der Partnerschaft“. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen der Provinz Zhejiang und dem Land Schleswig-Holstein in den Bereichen Bildung und Forschung gefördert. Das Programm sieht u.a. Studienmöglichkeiten für schleswig-holsteinische Studierende mit überdurchschnittlichen Leistungen in der Provinz Zhejiang vor. Diese liegt südlich von Shanghai, die Hauptstadt ist Hangzhou.

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