Deutschland-Stipendium – Urkundenverleihung im Rathaus

Anfang November 2016 wurden 33 weitere Stipendien im Rahmen des Deutschlandstipendien-Programms vergeben. Dabei begegneten sich die Unternehmensvertretungen mit ihren Stipendiaten und Stipendiatinnen zum ersten Mal und hatten im Rathaus reichlich Gelegenheit sich auszutauschen. Mit dieser Zertifikatsübergabe erfolgte die sechste Stipendien-Vergaberunde der TH Lübeck im Roten Saal des Rathauses zu Lübeck.

Zertifikatsvergabe, v.l.: Prof. Henrik Botterweck; Janik Grimm; Jasmin Maack, Personalleiterin Brüggen; Anna Bauer; Sebastian Faller. Foto: TH Lübeck

Vizepräsident Henrik Botterweck begrüßt zur 6. Stipendienübergabe im Roten Saal des Rathauses zu Lübeck. Foto: TH Lübeck

v.r.: Jasmin Maack, Janik Grimm, Julia Brandau, Studentin Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittelindustrie, Anna Bauer und Werkstudent Sebastian Faller. Foto: TH Lübeck

Seit dem Sommersemester 2011 werden leistungsstarke und engagierte Studierende, deren bisherige Werdegänge herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen, im Rahmen des Deutschlandstipendiums finanziell unterstützt. Die TH Lübeck ist seit 2012 im Deutschlandstipendienprogramm aktiv und zählt zu einer der Best Practice-Hochschulen.
Seit dem wurden rund 368 Semester verteilt auf 99 Stipendiaten und Stipendiatinnen der TH Lübeck gefördert, inklusive der aktuellen Förderrunde des Jahres 2016. Viele Unternehmenspartner, die sich am  Deutschlandstipendienprogramm beteiligen, sind Förderer der ersten Stunde. So auch das Unternehmen Brüggen.

„Für Brüggen war und ist eine Beteiligung am Deutschlandstipendienprogramm keine Frage“, sagt Jasmin Maack, Personalleiterin von Brüggen. Sie unterstrich im Rahmen der Zertifikatsübergabe, „… dass die Motive dafür zum einen in der sozialen Verpflichtung des Unternehmens zu finden sind, junge Menschen in der Ausbildung zu unterstützen. Das hat Tradition bei uns. Zum anderen ist ein absehbarer Ingenieurbedarf ein ganz fachliches Motiv, wenn auch ein schwächeres.

2012 haben wir aus dem foodRegio-Branchennetzwerk gemeinsam mit der Fachhochschule den Studiengang FoodProcessing, der heute Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittelindustrie heißt, aus der Taufe gehoben, um dem zu erwartenden Ingenieurbedarf mittelfristig begegnen zu können. Insofern kam das Deutschlandstipendienprogramm gerade recht und ist eine Investition in die Zukunft. Denn über das Programm sind schnell und unkompliziert Kontakte zu qualifizierten Studierenden aus der Region herzustellen. 

Wir sehen in dem Programm vielmehr die Chance, uns als Unternehmen bestens zu präsentieren, um gut ausgebildete junge Menschen emotional im Unternehmen und damit auch an den Wirtschaftsstandort Lübeck zu binden. Wir wollen diesen hochqualifizierten jungen Menschen in einem gut aufgestellten Familienunternehmen eine berufliche Perspektive und eine private Zukunft mit hoher Lebensqualität am Standort bieten“, so Maack weiter.

Bei der Zertifikatsübergabe sitzen vier Stipendiat_innen um Jasmin Maack herum und nicken zustimmend: „So ein Stipendium ist nicht nur wegen der emotionalen Verbundenheit wichtig. Auch inhaltlich und finanziell hilft es im Studium. Mit dem Stipendium haben wir die Möglichkeit, dicht am Studium zu arbeiten und müssen nicht in wesensfremden Jobs unseren Lebensunterhalt verdienen“ sagt Julia Brandau, die als duale Studentin des Studiengangs „Wirtschaftsingenieurin Lebensmittelindustrie“ bei Brüggen im Praktikum arbeitet. 

Auch Janik Grimm betont die finanzielle Unterstützung durch das Stipendienprogramm und sieht den Vorteil ebenso in der studiennahen Arbeit. Die beiden Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens Lebensmittelindustrie Anne Bauer und Sebastian Faller, der als Werkstudent bei Brüggen tätig ist, hoben besonders hervor, „… dass das Stipendienprogramm ein tolles Programm ist, weil es nicht nur Hochbegabte und studentische Superleistungen fördert, sondern auch soziales Engagement im und neben dem Studium bei der Auswahl der Stipendiat_innen berücksichtigt. So können auch ganz „normale“ Studierende gefördert werden“, erklärten beide unisono.

Jasmin Maack äußerte sich abschließend über den Stellenwert des Stipendienprogramms: „Das Deutschland-Stipendienprogramm ist ein tolles Programm. Unternehmen sollten die Chancen dieses Programms erkennen und sie nutzen. Leider gab es zu meiner Studienzeit kein vergleichbares Förderinstrument. Gern hätte ich daran teilgenommen und wäre darüber ganz bestimmt auch dort gelandet, wo ich heute bin. Ich sehe es deshalb als unsere Aufgabe an, uns zu engagieren, über den eigenen Tellerrand zu schauen und so junge Menschen in ihrer Ausbildung zu unterstützen und eine Starthilfe für eine berufliche Zukunft zu geben.“

Bereits 90 Prozent aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland und mehr als 4.000 Unternehmen/ Förderer beteiligen sich am Deutschlandstipendienprogramm. Im Lübecker Rathaus waren zur Zertifikatsüberreichung der sechsten Vergaberunde 13 Unternehmen aus Schleswig-Holstein und dem Lübecker Raum zugegen.