„Bauprofile“ Sommersemester 2017 – Ausstellungseröffnung der Bau-Abschlussarbeiten mit vielen Preisen

Rund 350 Gäste waren der Einladung des Fachbereichs Bauwesen der Technischen Hochschule Lübeck zur Ausstellungseröffnung der Abschlussarbeiten der Bauabsolvent_innen am 13. Juli gefolgt. Mit Eröffnung der Ausstellung „Bauprofile“, die in diesem Jahr von Schüler_innen der Lübecker Musikschule, dem Saxophon Ensemble „Passion du Saxophone“ mit dem Stück „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury, Gruppe Queen, pünktlich um 18.00 Uhr erfolgte, beendet der Fachbereich Bauwesen traditionell das aktuelle Semester.

Passion du Saxophone von der Lübecker Musikschule. Foto: TH Lübeck

Präsidentin Dr. Muriel Helbig begrüß die rund 350 Anwesenden. Foto: TH Lübeck

Dekan Prof. Dr. Matthias Grottker. Foto: TH Lübeck

Dekan Professor Matthias Grottker (links) bedankt sich bei den Absolvent:innen für die abschließenden Worte der Studierenden. Foto: TH Lübeck

Matthias Paraknewitz, (links) und der ehemalige THL-Absolvent Birger Böll LBV.SH und VSVI SH überreichen den 1. Preis der neuen Auszeichnung für das Bauingenieurwesen an Absolvent Tim Kramer (rechts). Foto: TH Lübeck

Gruppenbild der Preisträger_innen und Preisverleiher. Foto: TH Lübeck

Fachschaft Bau mit dem Lieblingsprofessor des Bauwesens des Jahres 2017. Foto: TH Lübeck

Die Präsidentin der TH Lübeck, Dr. Muriel Helbig, begrüßte die Gäste mit den Worten: „Lassen Sie sich beeindrucken von der Vielfalt der hier gezeigten Arbeiten. Es sind genau 116 Abschlussarbeiten, die sich internationalen, nationalen und regionalen Themen widmen und einen guten Eindruck von der Vielfalt der Lübecker Bauausbildung vermitteln. So handeln die Arbeiten vom Klimagerechten Bauen in Marokko, von Entwürfen für den Volksfestplatz in Lübeck, für das Spreehafenviertel in Hamburg, und ganz campusnah von einem Studierendenwohnheim oder dem Entwurf für eine Fachbereichsbibliothek. Aber auch allgemeine technische und verfahrenstechnische Themen wie die Verdichtung im Leitungsbau, Sanierung und Umstrukturierung von Gebäuden und vieles mehr werden gezeigt und laden zu Gesprächen mit den Verfassern und Verfasserinnen ein.“ 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Äußerungen der neuen Landesregierung über einen geplanten, zweiten Baustandort in Schleswig-Holstein, ließ es sich die Präsidentin nicht nehmen, auf dieses kostenintensive Vorhaben hinzuweisen. „Nachdem 2007 der Standort Eckernförde geschlossen wurde, ist 10 Jahre später eine Neueröffnung wieder vorgesehen – dieses Mal in Kiel. Die Diskussion erinnert ein wenig an das Gezerre um G8 oder G9 im schulischen Bereich. Solch nicht nur aufwändiges, sondern auch teures Hin- und Her brauchen wir im Hochschulbereich gewiss nicht. Stattdessen brauchen wir mehr Studienplätze von hoher Qualität, und wir brauchen sie relativ zügig. Das könnten wir mit entsprechender Unterstützung liefern“, schloss Helbig ihre Begrüßung, nicht ohne allen einen erfolgreichen Verlauf der Gespräche zu wünschen.

Dekan Prof. Dr. Matthias Grottker wies in seiner Begrüßung auf die große Anzahl der Arbeiten hin, die in diesem Jahr dazu führte, dass die Organisatorin, Andrea Schauliess, die Ausstellungsfläche auf weitere Räumlichkeiten im Bauforum erweitern musste. Grottker bedankte sich bei den Gästen für ihr Kommen und hob die äußerst positive Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen der Bauwirtschaft hervor. Denn viele der Studierenden haben ihre Praktika und Projektarbeiten für die Architektur, das Bauingenieurwesen und den Städtebau in Ingenieurbüros, Firmen und Verwaltungen, also in der realen Baupraxis anfertigen können. Grottker lud abschließend dazu ein, die Ausstellung „Bauprofile“ mit den Arbeitsergebnissen aus Forschung, Entwicklung und Praxis nicht nur in Augenschein zu nehmen, sondern auch intensive fachliche Gespräche mit den Absolvent_innen über die Arbeiten oder darüber hinaus, über weitere berufliche Perspektiven zu führen.

Aus den zwei Studienbereichen des Bauwesens meldeten sich der Absolvent des Bauingenieurwesens Jiawei Zhang von der chinesischen Partnerhochschule Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) und die Architektur Masterabsolventin Maren Klüver zu Wort und bedankten sich stellvertretend für die Absolvent_innen bei den Lehrenden des Fachbereichs für die tolle Zeit im Fachbereich. Gern werden sie sich an die genossene Ausbildung in Lübeck erinnern.

Bevor es zu den Gesprächen mit den Absolvent_innen an ihren Exponaten kam, gab es eine von der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Schleswig-Holstein (VSVI SH) neu initiierte Auszeichnung und Prämierung für besondere Abschlussarbeiten des Bauingenieurwesens, speziell aus dem Bereich des Verkehrswesens. 

Der VSVI ist ein Zusammenschluss von Ingenieur_innen des Verkehrswesens Die Mitglieder kommen aus Baufirmen, Ingenieurbüros, Verwaltung und Wissenschaft. Sie bieten ein bundesweites fachliches Netzwerk, das für berufsständige Fragen wie Ausbildung, fachliche Fortbildung und Nachwuchs steht. 
Als Auszeichnung und Prämie gab es für die ausgewählten Abschlussarbeiten jeweils eine Urkunde (für Bewerbungszwecke), verbunden mit einer einjährigen kostenfreien Mitgliedschaft beim VSVI SH. Der erste Preis erhielt dazu ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro.

Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein Niederlassung Rendsburg (LBV.SH) in der Funktion als Mitglied im VSVI SH überreichte den ersten Preis an den Absolventen Tim Kramer für seine Masterarbeit „Optimierung von Straßenaufbauten nach RSTO durch den Einbau von Geokunststoffen.“

Die vier weiteren Kandidat_innen mit nunmehr einjähriger kostenloser Mitgliedschaft im VSVI SH sind ohne Ranking die Masterabsolventin Christina Gehl (Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Drohnen zur Geländeaufnahme und Zustandserfassung), Masterabsolvent Jan Alexander Kühl (Einsatz des Thermografie-Verfahrens zur Qualitätssteigerung bei Asphaltbaumaßnahmen und das Potential der digitalen Vernetzung, der Masterabsolvent Kay Sievers (Dichtheitsprüfung von Rohrleitungen und Schächten, Vergleich herkömmlicher Prüfmethoden mit dem Vakuum-Prüfverfahren und die Bachelorabsolventin Anne Brinkmann (Entwurfs- und Ausführungsplanung – Platzfläche einer Kaianlage).
Gemeinsam mit dem TH Lübeck-Absolvent Birger Böll, heute LBV.SH und Mitglied im VSVI SH überreichte Paraknewitz die Urkunden und das Preisgeld und wiesen auf die Vernetzungsmöglichkeiten über die Mitgliedschaft hin sowie auf die Fortbildungsangebote für Verkehrsweseningenieur_innen. Mit Blick auf die kommenden Jahre sagte Paraknewitz, dass die diesjährige Prämierung kein Einzelfall bleibt und ganz bestimmt bei den nächsten Verabschiedungen ihre Fortsetzung finden wird. 

Die Fachschaft Bau sorgte auch in diesem Jahr mit Barbeque und Getränken für eine ausgelassene Stimmung und versorgte die Gäste zu ihren Gesprächen mit den Absolvent_innen. Ganz am Rande kürte sie zum wiederholten Mal Prof. Dr. Ing. Holger Lorenzl zum Lieblingsprofessor im Fachbereich Bauwesen. Mit großer Freude nahm Lorenzl diese Auszeichnung entgegen.