Ringvorlesung über Täuschungen und Fälschungen in St. Petri

Wahrlich, jetzt geht es los! Und das ist nicht geschummelt oder gelogen. Nach intensiver Vorarbeit der Protagonisten startet am Montag, d. 15.04.2019 der erste Teil der Ringvorlesung „Fake Science“. Unter dem Titel „Ich sehe was, was du nicht siehst.“ sprechen und diskutieren Studierende und Lehrende über Täuschung und Fälschungen in der Wissenschaft.

Ringvorlesung über Täuschungen und Fälschungen in St. Petri. Foto: TH Lübeck

Fake Science ist das Motto einer dreiteiligen Interakademischen Ringvorlesung, zu der die Universität zu Lübeck, die Technische Hochschule Lübeck, die Musikhochschule Lübeck und das St. Petri-Kuratorium ab Montag, dem 15. April 2019 in die Universitäts- und Hochschulkirche St. Petri einladen. Dozierende und Studierende der drei Hochschulen gehen gemeinsam der Frage nach, ob die Wissenschaft stets die Wahrheit erkennt und sagt, oder ob auch sie täuscht, lügt und fälscht. Dabei geht es nicht nur um Betrug aus niederen Motiven, um Plagiate und manipulierte Ergebnisse aus Eitelkeit oder wirtschaftlichen Interessen. Es geht auch darum, dass Wahrnehmung nicht von selbst zur Wahrheit führt, weil unsere Subjektivität, unsere Sinne und unsere Wünsche uns täuschen. Dabei gilt es zu beachten, dass die menschliche Kommunikation so komplex ist, dass Sender und Empfänger einander niemals hundertprozentig verstehen.

Der erste Abend, am Montag, dem 15. April, 19 Uhr, steht unter dem Motto: „Ich sehe was, was du nicht siehst.“ Was zunächst wie ein Kinderspiel anmutet, ist in Wirklichkeit ein komplexes und fehleranfälliges Phänomen: die menschliche Wahrnehmung. Wissenschaftler und Studierende der drei Hochschulen gehen mit unterschiedlichen Methoden folgenden Fragen nach: Sehen und hören wir, was es gar nicht gibt? Sehen und hören wir nicht, was es tatsächlich gibt? Gibt es, was wir sehen und hören, tatsächlich - aber nur in unserem Kopf? 

Dazu sprechen, inszenieren und präsentieren: der Psychiater Dr. Bartosz Zurowski, der Akustiker Prof. Jürgen Tchorz, der Komponist Prof. Sascha Lino Lemke sowie die Medizinstudierenden Marie-Theres Dammann, Hannah Tebartz-von Elst, Pauline Pavenstedt und Bastian Lindemann. Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit zur Diskussion mit den Vortragenden. Eirini Aravidou, Orestis Papaioannou und Ye-Eun Yang, Studierende der Musikhochschule Lübeck, kommentieren das Abendthema musikalisch. Vorlesung wird moderiert von Prof. Dr. Cornelius Borck und Pastor Dr. Bernd Schwarze. Der Eintritt ist frei.