Symposium Umweltschutz und Umwelttechnik gibt Startschuss für intensive Zusammenarbeit zwischen der TH Lübeck und Akteuren von Wirtschaft und Behörden

Im Rahmen des Jubiläums 50-Jahre Hochschulen für Angewandte Wissenschaften lud der Bereich Umweltingenieurwesen und-management zum Symposium „Umweltschutz und Umwelttechnik“ am Freitag, den 14.06.2019 ein. Die Veranstaltung bildet den Startschuss zu einem Branchenforum, das den Austausch zwischen Akteuren des Landes im Umweltschutz intensivieren soll.

Das Symposium brachte Akteure aus dem Bereich Umweltschutz und Umwelttechnik zusammen. Foto: TH Lübeck

Grußwort des Staatssekretärs Tobias Goldschmidt des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein (MELUND). Foto: TH Lübeck

Dr. Matthias Hoppe-Kossak, Leiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR). Foto: TH Lübeck

Prof. Dr. Silke Eckardt der Hochschule Bremen zum Projekt SeeOFF. Foto: TH Lübeck

Mit über 60 Teilnehmern bot das von Prof. Michael Bischoff moderierte Symposium einen repräsentativen Querschnitt aus dem Bereich Umweltschutz und Umwelttechnik in Schleswig-Holstein: Sowohl Vertretungen der Landes- und Kommunalbehörden, Unternehmensvertretungen als auch Mitarbeiter*innen und Studierende der TH Lübeck waren vor Ort. Zum Auftakt der Veranstaltung verdeutlichte Tobias Goldschmidt, Staatssekretär des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein (MELUND), in seiner motivierenden Ansprache die zukünftigen Herausforderungen im Umweltbereich und dessen gesellschaftliche Bedeutung.

Daran anknüpfend legte Dr. Matthias Hoppe-Kossak, Leiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR), in seinem Vortrag die Anforderungen an Fachkräfte in den verschiedenen Bereichen der Umweltverwaltung dar. In diesem Zusammenhang betonte er den erheblichen personellen Bedarf im Umwelt- und Gesundheitsbereich der Ämter und Behörden des Landes. Wie umweltbezogener Gesundheitsschutz im Landesamt für soziale Dienste (LAsD) Schleswig-Holstein funktioniert und welche Qualifikationen dort benötigt werden, erläuterte Dr. Claudia Röhl, Dezernatsleiterin am LAsD. Im Anschluss präsentierte Prof. Norbert Reintjes vom Bereich Umweltingenieurwesen und -management an der TH Lübeck, wie die Anforderungen an ausgebildete Umweltingenieur*innen aktuell in der Lehre abgedeckt werden und wie sich die umweltbezogenen Studiengänge über die letzten Jahre entwickelt haben.

Nach den Beiträgen aus kommunalpolitischer und Hochschulsicht im ersten Block der Veranstaltung, gestalteten Alumni der Umweltstudiengänge der TH Lübeck aus den letzten 30 Jahren den zweiten Teil des Symposiums. Mit ihren Fachbeiträgen und Erfahrungsberichten zeigten sie anschaulich die fachliche Breite des Berufsfeldes für die Absolvent*innen der Umweltstudiengänge auf. Eröffnet wurde dieser Veranstaltungsteil durch Manfred Hellberg vom Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV) der Hansestadt Lübeck. In seinem Vortrag stellte er das Projekt „Zukunftskompass Lübeck – eine Stadt in Bewegung“ vor, das sich mit dem Mobilitätsverhalten im Schulverkehr beschäftigt.

Prof. Dr. Silke Eckardt, Hochschule Bremen, ebenfalls Alumna der TH Lübeck, ermöglichte Einblicke in das Forschungsprojekt SeeOFF, das die Entwicklung von effizienten Rückbaustrategien von Offshore-Windparks zum Ziel hat. Dies wurde durch einen interessanten Vortrag über die konkrete Vorgehensweise beim Recycling von Windenergieanlagen von Hans-Dieter Wilcken (Nehlsen GmbH & Co. KG) ergänzt.

Zudem führte Sönke Möller (Technischer Umweltschutz, LLUR) die Teilnehmer durch die Aufgaben bei Genehmigung und Überwachung von Biogasanlagen. Alexander Mey (Schill+Seilacher „Struktol“ GmbH) referierte über Gefahrstoffe, deren Einstufung und Anwendung, und welche Auswirkungen sich daraus ergeben. Die zukünftigen Herausforderungen in der Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm erläuterte Kiruna Stephan (Ewert Consult GmbH). Der abschließende Vortrag von Dr. Maximilian Schüler (Volkswagen AG) illustrierte die Komplexität von Ökobilanzen im Automobilbereich, demonstrierte aber auch die heutige Selbstverständlichkeit der Nutzung von Ökobilanzen in der Industrie sehr anschaulich.

Das Symposium legte den Grundstein für die Intensivierung und Institutionalisierung der Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und regionaler Wirtschaft, Behörden und Fachexperten. Das hierzu gebildete Forum für Umweltschutz und Umwelttechnik wird zukünftig mit regelmäßigen Veranstaltungen den fachlichen Austausch zwischen den Akteuren des Umweltschutzes im Lande mit Forschung und Lehre im Umweltbereich etablieren. Unterstützt wird das Forum vom Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH).

Kontakt für weitere Informationen und verantwortlich für den Text
Anna-Lena Riotte
Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein
c/o Technische Hochschule Lübeck
Fon: +49 451 300 5762
E-mail: anna-lena.riotte(at)th-luebeck.de