Strukturschwache Regionen brauchen starke Hochschulen

4. Berliner Transferkonferenz der Hochschulallianz für den Mittelstand am 29. Januar 2020

Dr. Muriel Helbig, Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck und Vorstandsmitglied der Hochschulallianz für den Mittelstand begrüßt zur 4. Berliner Transferkonferenz. Foto: TH Lübeck

Strukturschwache Regionen brauchen starke Hochschulen! Das ist das Thema der 4. Berliner Transferkonferenz, initiiert von der Hochschulallianz für den Mittelstand, die am 29. Januar 2020 von 13 bis 18 Uhr in der Landesvertretung Brandenburgs in Berlin stattfindet. Die Technische Hochschule Lübeck ist Mitglied in der Hochschulallianz für den Mittelstand.

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland erhebliche regionale Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Innovationskraft bestehen, wird sich die Transferkonferenz besonders mit der Frage beschäftigen, wie regional verbundene Hochschulen in strukturschwache Regionen wirken und diese stärken können.

In Schleswig-Holstein haben Unternehmen verschiedenster Branchen und Städte unterschiedlichster Größe die Chancen erkannt und sich mit lokal ansässigen Hochschulen zu Verbünden, Netzwerken oder regionalen Entwicklungskonsortien zusammengefunden, um die Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit am Standort oder in angrenzenden und industriell weniger stark ausgeprägte Regionen zu befördern. Beispielgebend sind hierfür die Hochschulstandorte Flensburg, Kiel, Lübeck und Westküste mit den Branchen Gesundheitswirtschaft, Lebensmittelindustrie, Maschinenbau, Tourismuswirtschaft, Informationstechnologie, Schiffbau, Energiewirtschaft oder Bauwirtschaft.

Um gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu schaffen, hat die Bundesregierung im Sommer 2019 dazu die Einrichtung eines gesamtdeutschen Fördersystems für strukturschwache Regionen beschlossen, in dem die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften eine zentrale Rolle spielen.

Veranstalter der 4. Transferkonferenz ist die Hochschulallianz für den Mittelstand (HAfM), ein Verbund von bundesweit zwölf Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Referent:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln diskutieren.

Prof. Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wird u.a. vorstellen, welche Lösungen das BMBF für strukturschwache Regionen bietet. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg berichtet über die besonderen Strukturprobleme in der Region Lausitz und wird gemeinsam mit Prof. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, das Thema in einer Gesprächsrunde weiter vertiefen. Über die Zukunft der Regionen in Deutschland zwischen Vielfalt und Gleichwertigkeit referiert Dr. Klaus-Heiner Röhl, Senior Economist für Unternehmen am Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Die Rolle der Hochschulen im regionalen Innovationsökosystemen beleuchtet Dr. Sybille Reichert, Director, Reichert Consulting for Higher Education. Aus der Praxis werden Guido Baranowski, Geschäftsführer TechnologieZentrumDortmund sowie Dr. Jan Fritz Rettberg, Chief Information/Innovation Office (CIO) der Stadt Dortmund, sowie weitere Referent:innen berichten. Das komplette Programm ist unter www.hochschulallianz.de zu finden.

Pressekontakt
Hochschulallianz für den Mittelstand
Andreas Moegelin, Pressesprecher in Berlin
E-Mail: andreas.moegelin(at)hochschulallianz.de 
Tel.: 0176 47 32 40 40

Die Hochschulallianz für den Mittelstand ist ein bundesweiter Verbund anwendungsorientierter Hochschulen. Die Mitgliedshochschulen fühlen sich den kleinen und mittelständischen Unternehmen ihrer Region als Rückgrat der deutschen Wirtschaft verpflichtet. Sie verfügen über langjährig gewachsene Forschungskooperationen mit regionalen Unternehmen und bilden durch ein arbeitsmarktbezogenes und anwendungsnahes wissenschaftliches Studium deren künftige Fach- und Führungskräfte aus. Die Hochschulen sind Impulsgeber für das Innovationsgeschehen im Mittelstand und tragen so zur Sicherung von Fortschritt und Wohlstand bei. An den aktuell zwölf Mitgliedshochschulen der Allianz studieren rund 100.000 Studierende in ca. 480 Studiengängen.