1. Juni 2022
Symposium StadtBildung | Öffentlich | Anmeldung erwünscht
zukunft schule urban denken: Von der Lerninsel zum Stadtbaustein
Kulturwerft Gollan | 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Ausführliche Beschreibung anzeigen
Bildtyp und Anmutung:
Eine schwarz-weiß gestaltete Grafik, die technisch und sachlich wirkt, ähnlich einem Architekturplakat oder Buchcover. Der Hintergrund ist weiß.
Textinhalte:
Haupttitel (Oben links): "StadtBildung". Das Wort "Stadt" steht in schwarzer Schrift auf weißem Grund. Das Wort "Bildung" steht in weißer Schrift auf einem schwarzen, rechteckigen Kasten, wodurch der Begriff optisch hervorgehoben wird.
Untertitel (Direkt darunter): "zukunft schule urban denken:" (in fetter, serifenloser Kleinschreibung).
Slogan (Unten zentriert): "Von der Lerninsel zum Stadtbaustein".
Bildinhalt:
Über die gesamte weiße Fläche verteilt liegen zahlreiche architektonische Grundrisszeichnungen (schwarze Linien). Diese sind nicht geordnet, sondern wirken wie lose auf einem Tisch ausgebreitet. Die Zeichnungen zeigen verschiedene Typologien von Schulbauten in der Draufsicht:
Man erkennt detaillierte Raumstrukturen mit Wänden, Fensteröffnungen und Erschließungswegen.
Die Gebäudeformen variieren stark: Es gibt klassische Riegelbauten, komplexe Cluster-Strukturen, wabenförmige Anordnungen (Hexagone) und Gebäude mit Innenhöfen.
Zusammenhang:
Die Grafik visualisiert das Thema der Überschrift, indem sie abstrakte Architekturplanung ("Stadtbaustein") mit konkreten schulischen Lernwelten ("Lerninsel") verknüpft.
Mehr als 50 Jahre ist es her, dass der italienische Architekt Giancarlo de Carlo in seinem wegweisenden Artikel “Why/How to Build School Buildings” eine schonungslose Abrechnung mit der Typologie des Schulbaus vorgenommen hat. Seither kam es zu einer ganzen Reihe von Umbrüchen und Weiterentwicklungen, die von verheißungsvollen Konzepten begleitet wurden. Davon unberührt geblieben ist einer der Hauptkritikpunkte von de Carlo: Schulen sind noch immer autonome und isolierte Lerninseln, die mangels räumlicher Verwebung mit ihrem Kontext als Unterbrechung wahrgenommen werden. Dabei sind sie qua ihrer Größe und Programmatik geradezu prädestiniert, um als verbindende offene Bausteine einem Ort Struktur zu geben und ihn zu aktivieren.
Verwundert stellen wir fest, dass die Zukunft unserer Stadtzentren und die Zukunft unserer Bildungsgesellschaft viel zu selten in einen adäquaten Raumzusammenhang gesetzt werden. Im Symposium StadtBildung wollen wir daher dazu anregen, diese gedankliche und materielle Grenze zwischen Schule und Stadt aufzubrechen. Wir wollen darüber debattieren, inwiefern Schulen ihr Inseldasein verlassen können und über neue - öffentliche - räumliche Konstellationen und Nutzungsmischungen zu Mosaiksteinen einer lebendigen Innenstadt werden können. Dabei interessiert uns besonders die Frage, inwiefern das Prinzip Schule als urbane Anordnung im Bestand realisierbar ist: Warenhäuser, wie das leerstehende Karstadt-Sport-Gebäude in der Lübecker Altstadt, sind exemplarisch für das Phänomen einer Obsoleszenz von Typologien. Was einst ein urbaner Attraktionspunkt war, hat sich in ein unbelebtes Agglomerat von Ressourcen und grauer Energie verwandelt. Dabei eröffnet gerade der Typ des Warenhauses als nutzungsneutraler Monospace in zentraler Lage das Potential zum Inkubator für die Raumbedürfnisse einer zukünftigen Schule, die sich mit der Umgebung räumlich und funktional verwebt.
Programm (PDF)
Die Ansprechpartner*in
Prof. Guido Neubeck
Nele Kraeher
Daniel Korwan
Ameldungen bitte an nele.kraeher@th-luebeck.de