3½ Fragen zum DLC-Jahresimpuls 2026

Beim DLC-Jahresimpuls 2026 trafen sich Projektbeteiligte aus ganz Schleswig-Holstein, um zurückzublicken und gemeinsam in die Zukunft zu denken. Anja Lorenz war mit dem DLC-Plattform-Team des ISy dabei, moderierte eine Zukunftswerkstatt und nahm vor allem eines mit: Hinter einer digitalen Lernplattform stehen jede Menge Menschen, Ideen und Geschichten.

Ronny Röwert präsentiert die aktuellen Zahlen zur DLC-Plattform

Aktuelle Zahlen zum DLC von Ronny Röwert (DLC-Geschäftsstelle)

Ergebnisse der Zukunftswerkstatt

Ausschnitt der Ergebnisse in der DLC-Zukunftswerkstatt

Wer bist Du, was war das für eine Konferenz?

Ich bin Anja Lorenz und arbeite am ISy unter anderem im Projekt Digital Learning Campus (DLC) (https://dlc.sh/). Am 6. Oktober 2026 war ich gemeinsam mit unserem DLC-Plattform-Team beim DLC‑Jahresimpuls. Dort treffen sich einmal im Jahr die Menschen, die den DLC in Schleswig-Holstein gestalten und mit Leben füllen. Und das sind inzwischen ziemlich viele Projektteams quer durchs Land.

Beim Jahresimpuls ging es darum, auf das vergangene Jahr zurückzublicken, Entwicklungen und Erfolge sichtbar zu machen und gemeinsam zu überlegen, wohin sich der DLC in den nächsten Jahren entwickeln soll.

Wie hast Du Dich bei der Veranstaltung einbringen können?

Erst einmal durch viele Gespräche. Ich kenne etliche Menschen im DLC vor allem aus unserem Helpdesk, also weil ich ihre Fragen und Probleme mit der Plattform bearbeite. Da ist es schon schön, den Namen wieder mal einem Gesicht zuordnen zu können. Und natürlich ist es auch schön, sich abseits konkreter Supportanfragen austauschen zu können.

Außerdem durfte ich eine Gruppe in der Zukunftswerkstatt moderieren. Gemeinsam haben wir überlegt, wie der DLC im Jahr 2030 aussehen könnte. Für die Didaktik-Nerds: Ich habe das altbewährte Think-Pair-Share mit Bingo Harvesting kombiniert. Beim Zusammentragen der Ideen durften alle „Bingo!“ rufen, sobald ein eigener Gedanke zu einem bereits genannten Punkt passte. Die Idee habe ich mir bei Nele Hirsch abgeschaut. Methodisch kein Hexenwerk, aber es macht viel aus, ob man einfach nur fragt: „Hat noch jemand etwas Ähnliches?“ oder ob jemand begeistert „Bingo!“ ruft.

Im Anschluss gab es noch ein Treffen des DLC-Trainer:innen-Netzwerks. Da sitze ich quasi mit zwei Hüten: Einerseits höre ich genau hin, welche Wünsche und Anforderungen sich aus den Diskussionen für unsere Plattform ergeben. Andererseits bin ich selbst DLC-Trainerin und biete mit dem JuniorLab im FabLab Lübeck eigene Lernangebote über den DLC an.

Was hast Du von der Veranstaltung mitgenommen?

Dass der persönliche Austausch gerade bei einem so digitalen Projekt unglaublich wichtig ist. Wir entwickeln am ISy gemeinsam mit vielen anderen Beteiligten die technische Plattform des DLC weiter. Aber was dort eigentlich passiert, erschließt sich nicht allein aus Nutzungszahlen, Kursbeschreibungen oder Supporttickets.

Die Entwicklung der Lernangebote ist schon rein zahlenmäßig beeindruckend, aber noch spannender finde ich aber die Geschichten dahinter: Welche Menschen kommen an die Lernorte? Was probieren sie dort aus? Was funktioniert vielleicht ganz anders als ursprünglich gedacht etc.?

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, selbst häufiger als Lernende bei DLC-Veranstaltungen zumindest in Lübeck unterwegs zu sein. Diesen Vorsatz hatte ich schon von Anfang an, aber der Alltag lässt mich manchmal vergessen, dass ich ja selbst auch zur Zielgruppe gehöre.

Nenne ein Highlight von der Veranstaltung

Mich hat besonders gefreut, wie konsequent viele Menschen im DLC von den Lernenden aus denken. Das ist gerade im Hochschulkontext keineswegs selbstverständlich.

In unserer Gruppe der Zukunftswerkstatt waren wir uns da auch ziemlich einig: Wir wollen nicht einfach Wissen anbieten und hoffen, dass sich jemand dafür interessiert. Wir wollen den Bedarf, die Fragen und die Probleme der Menschen aufgreifen und daraus passende Lernangebote entwickeln. Und vor allem: Lernende sind keine homogene Zielgruppe, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen, Interessen und Bedürfnissen.

Passend dazu wurde auch in der Feedbackrunde zum Jahresimpuls mehrfach der Wunsch geäußert, die Veranstaltung künftig noch offener und partizipativer zu gestalten. Vielleicht sogar als BarCamp? Da wäre ich sofort dabei! Ich liebe BarCamps und die Möglichkeiten, die entstehen, wenn die Teilnehmenden selbst die Themen und das Programm gestalten. Mal schauen, ob wir uns beim nächsten DLC-Jahresimpuls auf einem BarCamp wiedersehen. 🙂