Energy Islands
Dänisch-Deutsche Inseln für nachhaltige Energie
| Laufzeit: | 01.01.2026 – 31.12.2028 |
| Leitung: | Prof. Dr.-Ing. Horst Hellbrück |
| Mitarbeiter: | Kaya Runge M. Sc. |
Hintergrund
Die Klimakrise erfordert eine beschleunigte Transformation hin zu nachhaltigen, regional angepassten Energiesystemen. Gleichzeitig stoßen neue Energieinfrastrukturprojekte häufig auf lokalen Widerstand (NIMBY), da sie als extern gesteuert und nicht ausreichend an die spezifischen Gegebenheiten vor Ort angepasst wahrgenommen werden.
Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt auf einen Bottom-up-Ansatz: Bürgerinnen und Bürger auf Fehmarn (DE) und Orø (DK) werden aktiv in die Entwicklung nachhaltiger Energiepläne eingebunden. Durch die Verbindung von lokalem Wissen mit externer technischer und wissenschaftlicher Expertise entstehen tragfähige, akzeptierte und umsetzbare Lösungen
Ziel & Ansatz
Ziel des Projekts ist die Entwicklung lokal verankerter und nachhaltiger Energielösungen für die Inseln Fehmarn und Orø durch eine systematische Kartierung des Energieverbrauchs und die gemeinsame Erarbeitung konkreter Energieaktionspläne.
Auf Basis einer Analyse verschiedener Gebäudetypen, Siedlungsstrukturen und technischer Möglichkeiten werden Optimierungspotenziale für Energieeffizienz, erneuerbare Energieproduktion und Netzplanung identifiziert. Die Ergebnisse werden in umsetzbare, lokal angepasste Maßnahmen überführt – einschließlich innovativer Ansätze zur Steuerung von Energieströmen, z. B. im Zusammenhang mit Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.
Im Mittelpunkt steht zudem die stärkere Beteiligung der lokalen Bevölkerung, um Widerstände gegen Energieinfrastrukturprojekte (NIMBY-Effekte) zu reduzieren und gemeinsam tragfähige Energielösungen zu erarbeiten. Durch den Aufbau lokal verankerter Energie-Hubs, die Entwicklung eines Ideenkatalogs sowie die aktive Mobilisierung der Bevölkerung wird die Energiewende partizipativ gestaltet und langfristig in den Regionen verankert.
Die entwickelten Energieaktionspläne sollen nicht nur den Inseln selbst zugutekommen, sondern als übertragbares Modell für andere europäische Gemeinschaften dienen.
CoSA übernimmt im Projekt die Leitung des Teilziels „Locally Anchored Mapping and Analysis of the Energy System“. CoSA fungiert dabei als technische Schnittstelle zwischen Datenerhebung, Analyse, Toolentwicklung und der praktischen Umsetzung in den beteiligten Regionen.
Kernaufgaben sind:
- Datenbasierte Kartierung der lokalen Energiesysteme auf Fehmarn und Orø (Verbrauch, Technologien, Ressourcen, Infrastrukturen)
- Entwicklung von Tools zur Datenerhebung, Analyse und Integration in die lokale Energieplanung
- Entwicklung technischer Monitoring-Lösungen, die eine kontinuierliche Analyse von Verbrauchsmustern, Ineffizienzen und saisonalen Schwankungen unter Berücksichtigung grenzüberschreitender Erkenntnisse
- Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs ermöglichen
- Fachliche Mitwirkung bei Workshops und Hub-Aktivitäten
Projektpartner




Gefördert durch


