Projekt: Controlling und Management von Kultureinrichtungen
In dem Projekt „Controlling und Management von Kultureinrichtungen“ werden mit Institutionen aus dem Kulturbereich neue Ideen und Instrumente zur wirtschaftlichen Steuerung entwickelt. Die Steuerungsinstrumente sollen dabei helfen, eine transparente Darstellung der wirtschaftlichen Situation zu ermöglichen, um beispielsweise finanzielle Planungen von Ausstellungen, Aufführungen und Veranstaltungen flexibel anpassen zu können.
Für die Entwicklung von Steuerungsinstrumente greifen wir auf etablierte Controllinginstrumente aus dem Industriesektor zurück und passen diese auf die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse von Kultureinrichtungen an. Zudem ist es geplant, gemeinsam mit Kultureinrichtungen neue Steuerungsansätze zu entwickeln.
Damit wir diese Ziele erreichen können, analysieren wir unter anderem auf Basis von Fragebögen und/ oder Workshops zunächst die vorhandenen Controllinginstrumente in den Kultureinrichtungen, die als Projektpartner an dem Projekt mitmachen. Darauf aufbauend erarbeiten wir gemeinsam, wie die Instrumente passgenau weiterentwickelt werden können.
Auf Basis der Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern werden am Ende Leitfäden für andere Kultureinrichtungen veröffentlicht, die eine konkrete Unterstützung zur Einführung und Weiterentwicklung von Controllinginstrumente bieten.
Wir laden alle Kultureinrichtungen ein, an diesem Projekt teilzunehmen. Kontaktieren Sie uns gerne unter:
Ansprechperson
| Prof. Dr. oec. publ.
Dipl. Wi.-Ing.
Nils J. Balke M.Sc. (USA), MBR | |
| Telefon: | +49 451 300 5782 |
| Fax: | +49 451 300 5302 |
| E-Mail: | nils.balke@th-luebeck.de |
| Raum: | D.4 25-0.07 |
Nachfolgend finden Sie einen Auszug über unsere Fachkompetenzen, die wir in dieses Projekt einfließen lassen.
Planung und Forecast:
- Unterstützung bei der Definition von Zielen im Rahmen der strategischen Planung und zur Ableitung von Steuerungskennzahlen
- Entwicklung und Implementierung von mehrjährigen treiberbasierten Planungsmodellen sowie die Erarbeitung hierfür notwendiger Vorlagen in Microsoft Excel
- Verknüpfung der Wirtschafts-/ Budgetplanung mit einem rollierenden Forecast
Reporting und Berichtswesen:
- Gestaltung und Optimierung von Berichten zur schnellen Informationsaufnahme
- Durchführung von Informationsbedarfsanalysen zur Feststellung der Informationsbedürfnisse der Berichtsempfangenden
Wirtschaftlichkeitsanalysen:
- Auf- und Ausbau einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung für Dauerausstellungen, Sonderausstellungen, Aufführungen und Konzerte
- Durchführung von Prozesskostenrechnungen und Effizienzvergleiche mit anderen Einrichtungen
Risikomanagement:
- Entwicklung und Ausbau von Risikomanagementsystemen unter Berücksichtigung der ISO Norm 31000, IDW Prüfungsstandards 340 n.F. und dem DIIR Revisionsstandard Nr. 2
- Erstellung einer Risikostrategie, die unter anderem Aussagen zur Risikotragfähigkeit, Risikotoleranz und Risikobereitschaft enthält
- Aufbau eines Risikoinventars sowie die Bewertung und Aggregation der identifizierten Risiken
Das Europäische Hansemuseum wurde 2015 in Lübeck eröffnet und beschäftigt sich mit der Erforschung der Geschichte der Hanse sowie der Vermittlung ihrer Bedeutung für die europäische Geschichte. In Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraumes werden die neuesten Erkenntnisse der Hanseforschung zugänglich gemacht.
Mit 15 Veranstaltungsräumen für 10 bis 3.500 Personen bietet die Musik- und Kongresshalle Lübeck variable Möglichkeiten für jede Art Event. Die MUK ist ein Haus für alle. Für fast alles. Sie bekennt sich zu Vielfalt und Offenheit. Diversität und Demokratie. Wir von der MUK lieben, was wir tun. Wir wollen, dass unsere Besucher und Kongresspartner das spüren.
Seit 1908 ist das Theater Lübeck mit seiner einmaligen Architektur und seiner wertvollen künstlerischen Arbeit kultureller Anziehungspunkt in der Hansestadt, der Region und der Metropolregion Hamburg. Auf seinen drei Bühnen und auch im Lübecker Stadtraum ist Vielfalt im Musiktheater und Schauspiel, ein Repertoire von Werken aus unterschiedlichsten Zeiten und Regionen, das sich in kreativer Zeitgenossenschaft entwickelt, zu erleben. Opern, Operetten, Musicals, Sinfoniekonzerte mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck, Uraufführungen, Dramatisierungen von Weltliteratur, musikalische Schauspielproduktionen und sinnliche Neuinszenierungen der klassischen Dramatik machen Theater zu einem intensiven Erlebnis.
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck verfügt über drei große Sammlungsbereiche. Diese werden in wechselnden Kontexten und mit ergänzenden Leihgaben gezeigt. Es ist ein Ort, an dem sich gleichzeitig Avantgarde mit Rheinromantik und Gegenwartskunst mit Impressionismus erleben lassen. Ein breites Kulturangebot, eingebettet in historische und moderne Spitzenarchitektur in spektakulärer Flusslandschaft. Zudem ist es möglich In der öffentlichen Präsenzbibliothek des Arp Museums Bahnhof Rolandseck vertiefende Einblicke in die Kunst von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp zu erhalten.
Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland ist ein einzigartiger Ort der Kunst, Kultur und Wissenschaft. Im Zentrum des Programms steht die Kunst aller Epochen, einschließlich zeitgenössischer Kunst, sowie Ausstellungen zu kulturhistorischen Themen, Archäologie, Naturwissenschaft und anderen Wissensgebieten. Die Bundeskunsthalle entwickelt und präsentiert darüber hinaus ein eigenständiges Programm im Bereich der darstellenden Künste, mit Gastspielen und Eigenproduktionen verschiedener Künstler und Ensembles aus dem Bereich Theater, Performance, Tanz und Musik.
Das Deutsche Museum mit seinen Zweigmuseen ist ein herausragender Ort für die Vermittlung von naturwissenschaftlich-technischer Bildung und für einen konstruktiven Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. 1903 gegründet, ist es eines der traditionsreichsten und mit 66.000 m² Ausstellungsfläche größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Das Deutsche Museum sammelt und bewahrt im nationalen Auftrag technik- und wissenschaftshistorisch bedeutsame Objekte und erforscht die Geschichte von Naturwissenschaft und Technik und den damit verbundenen gesellschaftlichen Wandel. Mit seinen Ausstellungen und begleitenden Programmen schlägt es eine Brücke von der Forschung zur Bildung und trägt so dazu bei, eine Basis für die Innovationskraft unserer Gesellschaft zu schaffen.
Das Linden-Museum Stuttgart ist eines der bedeutenden ethnologischen Museen Europas. Die Sammlungen umfassen rund 160.000 historische und zeitgenössische Alltags- und Zeremonialgegenständen sowie Kunstwerke aus Afrika, Nord- und Lateinamerika, Asien, Australien und Ozeanien. Die Sonder- und Dauerausstellungen werden durch ein facettenreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm umrahmt und machen das Museum zu einem lebendigen Ort der transkulturellen Begegnung. Themen des Museums sind Fragestellungen zur Gesellschaft, zur Identität, zum Kulturwandel, zu Glaubensvorstellungen oder auch zur Globalisierung.
Mit über 600.000 Besuchen im Jahr zählt das Deutsche Technikmuseum zu den beliebtesten Museen der Hauptstadt. Die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gehört zu den führenden technikhistorischen Einrichtungen weltweit. Auf 28.500 Quadratmetern bieten die Ausstellungen faszinierende Einblicke in die Kulturgeschichte der Technik. Das Familienmuseum mit dem Slogan "Einfach für Dich." ist zugleich ein Ort für kritische Auseinandersetzungen mit Technik – ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Mit seinen vielen Original-Exponaten, den täglichen Vorführungen und Führungen, Workshops und Mitmach-Angeboten ist es ein Ort für das gemeinsame Erlebnis. Im benachbarten Science Center Spectrum können an 150 Mitmach-Experimenten verblüffende Phänomene aus der Welt der Naturwissenschaft erforscht werden.
Vorträge:
25. Forum Theater-Controlling: „Aktuelles aus dem Forschungsprojekt - Digitalisierungsumfrage, Umwegrentabilität, neue BWL-Vertiefungsrichtung“
24. Forum Theater-Controlling, 2025, Titel: “Digitalisierung im Theaterbetrieb”
22. Forum Theater-Controlling, 2024, Titel: “Aktuelle Themen aus dem Forschungsprojekt Controlling und Management von Kultureinrichtungen”
20. Forum Theater-Controlling, 2023, Titel: "Impulse für das Theater-Controlling"
Fachtagung "Strategisch, innovativ, nachhaltig. Zukunftsfähige Museumsfinanzierung", 2023, Titel: "Strategische Finanzplanung gestalten"
Arbeitskreis Museumsleitung, Herbsttagung 2023, Titel: "Aktuelles aus dem Forschungsprojekt Controlling und Management von Kultureinrichtungen"
Arbeitskreis Museumsleitung, Herbsttagung 2022, Titel: "Vorstellung des Forschungsprojekts Controlling und Management von Kultureinrichtungen"
Veröffentlichungen:
Azarafroz, N., Balke, N., Baier, S., Schlünß, M.: Automatisierung des Internen Reportings in Kultureinrichtungen – Fallstudie am Linden-Museum in Stuttgart, Magazin Kultur Management Network, Nr. 183 März/April 2025, S. 93-100
Balke, N., Azarafroz, N.: Risikomanagement: Prüfungsstandard und Bow-Tie-Analyse, in: Das Wirtschaftsstudium (WISU), Heft 12/24, S. 1123-1128.
Azarafroz, N., Balke, N., Biergans, B., Hölken, O.: Weiterentwicklung des Reportings in Kultureinrichtungen – Fallstudie an der Bundeskunsthalle in Bonn, in: Magazin Kultur Management Network, Nr. 181 November/Dezember 2024, S. 87-94.
Balke, N., Azarafroz, N., Sternfeld, F., Fechner, K.: Flexible Planung in Museen - Entwicklung einer treiberbasierten Planung im Europäischen Hansemuseum Lübeck, in: Controlling - Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung (ZfC), Heft 06/2023, S. 60-69.
Azarafroz, N., Balke, N.: Monte-Carlo-Simulation - Risikobewertung im Rahmen eines Tax-Compliance-Management-Systems am Beispiel gemeinnütziger Kultureinrichtungen, in: Zeitschrift für Risikomanagement (ZfRM), Ausgabe 2/2023.
| Prof. Dr. oec. publ.
Dipl. Wi.-Ing.
Nils J. Balke M.Sc. (USA), MBR | |
| Telefon: | +49 451 300 5782 |
| Fax: | +49 451 300 5302 |
| E-Mail: | nils.balke@th-luebeck.de |
| Raum: | D.4 25-0.07 |
Schwerpunkt von Prof. Dr. Nils J. Balke in Forschung und Lehre sind Fragestellungen des strategischen und operativen Controllings. In Zusammenarbeit mit Unternehmen und Kultureinrichtungen arbeitet er an Projekten zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Controllinginstrumenten.
| Johanna Trojan
M.A.
| |
| Telefon: | +49 451 300 5497 |
| Fax: | +49 451 300 5302 |
| E-Mail: | johanna.trojan@th-luebeck.de |
| Raum: | C.2b 9-0.01 |
Seit Oktober 2025 ist Johanna Trojan wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Controlling und Management von Kultureinrichtungen. Als Kulturmanagerin mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund liegt ihr Arbeitsschwerpunkt im Bereich Wirtschaftlichkeit von Kulturbetrieben, insbesondere in den Teilbereichen Controlling und Risikomanagement.
Ehemalige Mitarbeitende

Navid Azarafroz war von 2022 bis März 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter und unterstützte im Rahmen des Projekts Controlling und Management von Kultureinrichtungen bei der Identifikation und Implementierung von Controllinginstrumenten. Zudem beschäftigte er sich mit den Themen Unternehmenssteuerung und Risikomanagement.












