Projekt: FARMfuture – postfossile Landwirtschaft


Ausführliche Beschreibung anzeigen
Die Infografik ist in vier Bereiche gegliedert:
- Transformation: Die Bedingungen sind in der Landwirtschaft prädeterminiert für eine Transformation hin zum post-fossilen Zeitalter.
- Schnelle Anpassungsfähigkeit: Lokal angepasste, dezentrale Lösungen sind widerstandsfähig und effizient und ermöglichen eine schnelle Anpassungsfähigkeit bei dynamischen Rahmenbedingungen.
- Energiewende: Innovative Speichertechnologien ermöglichen den Landwirten die Transformation zum dekarbonisierten Betrieb und dienen zugleich der Absicherung der Energiewende.
- Standortvorteile: Schleswig-Holstein bietet als Landwirtschafts- und Energiewendeland hervorragende Bedingungen, um in Richtung einer klimaneutralen Landwirtschaft eine führende Rolle zu übernehmen.
Die deutsche Landwirtschaft hat im Kontext des Klimawandels eine besondere Bedeutung: Einerseits ist sie mit ca. 7,5% Anteil an den Gesamtemissionen von Kohlenstoff-Äquivalenten ein bedeutender Mitverursachender der Erderwärmung, andererseits leidet sie in besonderem Maße unter den direkten Folgen. Neben dem generellen Anstieg der Durchschnittstemperaturen sind hier insbesondere Extremwetterereignisse wie z.B. Starkregen zur Erntezeit und frühe Dürreperioden zu nennen. Neben dieser Doppelrolle bieten sich in der Landwirtschaft aber auch zahlreiche Ansatzpunkte, dem Klimawandel entgegenzuwirken beziehungsweise die Folgen des Klimawandels sowohl für die landwirtschaftliche Beschäftigte als auch für die gesamte Gesellschaft abzumildern. Dabei gilt es zunächst, die Landwirtschaft zu dekarbonisieren, das heißt eine Umstellung der Landwirtschaft auf die ausschließliche Nutzung post-fossiler Energieträger zu ermöglichen.
Das Ziel des Projektes FARMfuture ist es, durch innovative Konzepte verschiedene Szenarien zu entwickeln, wie genau die Transformation von der Nutzung fossiler Brennstoffe hin zu erneuerbaren Energien in der Landwirtschaft im Energiewendeland Schleswig-Holstein gelingen kann.
Die Grundlage für die Modellierung möglicher Szenarien sind reale Anbaudaten zweier Projektbetriebe und ergänzend dazu Kenngrößen aus der landwirtschaftlichen Planungsrechnung. Die Modellentwicklung basiert auf Simulationsrechnungen, dabei werden aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen alternative Antriebstechnik und Energiespeicher sowie infrastrukturelle Überlegungen berücksichtigt.
Förderung
Das Projekt wird gefördert durch die EKSH (Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein)
Ansprechpersonen
| Prof. Dr. rer. agr.
Maximilian Schüler | |
| Telefon: | +49 451 300 5554 |
| E-Mail: | maximilian.schueler@th-luebeck.de |
| Raum: | G.1 13-0.26 |
| Katharina Nitsche
M.Sc.
| |
| Telefon: | +49 451 300 5799 |
| E-Mail: | katharina.nitsche@th-luebeck.de |
| Raum: | G.1 13-0.26 |
| Xinyuan Wang
B.Sc.
| |
| E-Mail: | xinyuan.wang@th-luebeck.de |
| Raum: | G.1 13-2.56 |
Projektbetriebe aus der landwirtschaftlichen Praxis
Westhof Bio-Gemüse GmbH & Co.KG

Mit der Westhof Bio-Gemüse GmbH & Co.KG konnte die Projektleitung einen großen biologischen Gemüsehandelsbetrieb in Schleswig-Holstein als Projektpartner gewinnen. Unter Westhof Bio sind verschieden Unternehmen angesiedelt, Gemüsehandel, Landwirtschaft, Gewächshäuser, Frosterei und ein Energieunternehmen. Der Westhof erzeugt, verarbeitet und vermarktet nach Demeter-, Naturland- und Bioland-Richtlinien Gemüse. Mit der eigenen regenerativeren Energieproduktion (Solar und Biogas) wird Energie unter anderem für die zwei großen Gewächshäuser produziert.
Der landwirtschaftliche Betrieb baut auf über 1.100 Hektar Bio-Feldgemüse an wie Möhren, Blumenkohl, Brokkoli, Rote Beete, Spinat, Erbsen und vielen weiteren Kulturen. In den zwei Gewächshäusern, insgesamt 10 Hektar groß, gedeihen energieneutral Tomaten und Paprika.
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp ‚Betriebsteil Rind'

Als zweite projektbeteiligte Firma fungiert der Milchviehbetrieb des Lehr- und Versuchszentrums Futterkamp der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Futterkamp ist ein konventionell wirtschaftender Versuchsbetrieb, der darauf ausgerichtet ist, Analysedaten aus der Tierhaltung und Produktion tierischer Lebensmittel als Praxisbetrieb sichtbar zu machen und der Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen. Das Lehr- und Versuchszentrum in Futterkamp war darüber hinaus am BeSt-SH-Projekt beteiligt, eines von 14 Experimentierfeldern zur Digitalisierung deutschlandweit. In diesem Rahmen wurden uns Daten zur Verfügung gestellt, die eine lückenlose Dokumentation von Stromverbrauchern in der Rinderhaltung aufzeigen und eine Modellierung von Szenarien mit regenerativ erzeugtem Strom für die Tierhaltung ermöglichen.
Beide Projektbetriebe, Westhof und Futterkamp, bieten eine umfassende Datengrundlage, die es uns ermöglicht Gesamtenergiezusammenhänge, Energiebedarfe- und fossile Verbräuche zu analysieren und auszuwerten. Im Laufe der Auswertungsphase haben wir auch landwirtschaftliche Plandaten hinzugezogen, da sich diese als ein gutes Fundament für darauffolgenden Auswertungs-Algorithmen herausstellten.
Die Ergebnisse aller Datenanalysen werden genutzt, um Szenarien für den Einsatz von erneuerbaren Energien (Strom, Wasserstoff, Gas) im Feldfruchtanbau und in der Tierhaltung zu modellieren und auf Betriebsebene des Energiewendelandes Schleswig-Holsteins anzuwenden.
Mai 2023: Besuch eines Projektbetriebs in Dithmarschen
Im Rahmen des Projektes besuchten wir mit 9 Studierenden aus dem ECUST-Programm im Mai 2023 einen der Projektbetriebe in Dithmarschen. Alle 9 Studierenden haben ihre Abschlussarbeit im Projekt Farmfuture geschrieben und mit den Primärdaten der landwirtschaftlichen Betriebe gearbeitet. In diesem Rahmen haben wir auf dem Westhof einen Workshop veranstaltet, der dazu dienen sollte, den Betriebsleitern erste Ergebnisse der Datenanalysen vorzustellen und den Studierenden die Möglichkeit zu bieten, den Projektbetrieb mit seinen komplexen Arbeitsketten vor Ort kennen zu lernen.
| Prof. Dr. rer. agr.
Maximilian Schüler | |
| Telefon: | +49 451 300 5554 |
| E-Mail: | maximilian.schueler@th-luebeck.de |
| Raum: | G.1 13-0.26 |
| Katharina Nitsche
M.Sc.
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| Telefon: | +49 451 300 5799 |
| E-Mail: | katharina.nitsche@th-luebeck.de |
| Raum: | G.1 13-0.26 |







