Komplexe optische Systeme aus dem 3D-Drucker
LIMESOPTIA - Lithographisch hergestellte Mesoskalige Optiken für industrielle Anwendungen
LIMESOPTIA ist ein Forschungsprojekt am Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften. Erforscht wird der Druck optischer Elemente mit mikroskopischer Genauigkeit mithilfe eines speziellen Laser-3D-Druckers. Ziel ist die kostengünstige Herstellung komplexer optischer Systeme.
Im Newsartikel LIMESOPTIA wird das Projekt vorgestellt.
Laufzeit: 08.2023 bis 07.2027
Übersicht
Ziel des Projektes ist es, den Einsatz von Freiformoptiken, die mittels additiver 3D-Lithographie hergestellt wurden, für den Einsatz in der optischen Sensorik bzw. Messtechnik und in Lasern zu evaluieren und in ersten Prototypen umzusetzen. Durch die Designfreiheiten von Freiformoptiken lassen sich mehrere funktionale Flächen in einem optischen Element kombinieren und optische Eigenschaften deutlich verbessern. Mit dieser disruptiven Technologie wäre es möglich, die Miniaturisierung und Genauigkeit von optischen diagnostischen Verfahren für Medizin, Life-Science und Industrie deutlich zu steigern.
So erschließt dies u.a. neue Möglichkeiten für mobile Point-of-Care Diagnostik der personalisierten und digitalisierten Medizin. Auch in den Bereichen Arbeitsschutz, Sicherheitstechnik oder Schutzausrüstung gibt es ein großes Potenzial für miniaturisierte und kostengünstigere Systeme. In der anhaltenden Pandemie-Situation ist deutlich geworden, dass 3-dimensionale Fertigungstechnologien plötzlich erforderliches Handeln in vielen Branchen beschleunigen und Entwicklungs- und Reaktionszeiten stark verkürzen können.
Mesoskalige Optiken im Durchmesserbereich 3 mm bis 10 mm mit Abweichung von sphärischen oder rotationssymmetrischen asphärischen Oberflächenformen sind mit klassischen Herstellungsmethoden meist nicht fertigbar oder zumindest während der Entwicklung bezüglich des Kosten- und Zeitaufwands nicht zu rechtfertigen. Durch die vollständig dreidimensionale Strukturierung ergeben sich neue designtechnische Freiheiten, wie beispielsweise die nahezu aufwandsneutrale Erweiterung der Optiken um diffraktive oder sub-Wellenlängen (Meta-)Strukturen.
Projektleitung
| Prof. Dr. rer. nat.
Kai Seger | |
| Telefon: | +49 451 300 5608 |
| E-Mail: | kai.seger@th-luebeck.de |
| Raum: | C.1 11-2.05 |
| Prof. Dr. rer. nat.
Mathias Beyerlein | |
| Telefon: | +49 451 300 5745 |
| E-Mail: | mathias.beyerlein@th-luebeck.de |
| Raum: | C.1 11-2.07 |
Promotion
| Gregor Knoll
M.Sc.
| |
| E-Mail: | gregor.knoll@th-luebeck.de |
| Raum: | C.1 11-2.14 |
| Fabian Henk
M.Sc.
| |
| Telefon: | +49 451 300 5289 |
| E-Mail: | fabian.henk@th-luebeck.de |
| Raum: | C.1 11-2.14 |
Förderer
LIMESOPTIA wird im Programm FH-Kooperativ durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 1.490.000 Euro unterstützt. Das Projekt startete im August 2023 und läuft noch bis Juli 2027.
Die Forschenden kooperieren im Projekt LIMESOPTIA mit den Lübecker Unternehmen Coherent und Dräger Safety.



