Woran forschst du aktuell?
Mein Fokus liegt auf der Mensch-Computer-Interaktion, also darauf, wie Menschen mit digitalen Systemen umgehen. Dabei beschäftige ich mich mit Themen wie User Experience, Usability und Barrierefreiheit aber auch mit der Frontend-Entwicklung.
Aktuell arbeite ich in zwei Drittmittelprojekten. Im Digital Learning Campus (DLC) setzen wir uns dafür ein, digitale Bildung in Schleswig-Holstein neu zu denken. Der DLC ist ein landesweites Innovationsprojekt. Ziel ist es, Lernangebote zu entwickeln, die allen Menschen den Zugang zu Zukunftskompetenzen ermöglichen. Ich beschäftige mich dabei besonders mit der Frage, wie digitale Lernumgebungen barrierearm, gebrauchstauglich und motivierend gestaltet werden können. Im Projekt Modulare Netzsicherheit (MoNeSi) geht es um die Entwicklung eines Trainingsbaukastens für Netzführungspersonal, um Sicherheitsrisiken in dezentralen Energienetzen besser zu verstehen und abzuwehren.
Wie trägt deine Arbeit dazu bei, Herausforderungen aus der Praxis zu lösen und Innovationen für die Hansebelt-Region zu gestalten?
Ich möchte digitale Technologien so gestalten, dass sie für alle Nutzenden zugänglich und nutzbar sind. In einer Region wie dem Hansebelt, bedeutet das, praxisnahe und inklusive Lösungen zu entwickeln. Mit Projekten wie dem Digital Learning Campus (DLC) fördern wir digitale Teilhabe und stärken so die Innovationskraft in der Region.
Worin genau siehst du den Mehrwert von Projekten, die Praxis und Forschung verbinden?
Der direkte Austausch mit der Praxis sorgt dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in reale Anwendungen einfließen und umgekehrt bringen Praxiserfahrungen neue Forschungsimpulse. Das macht die Ergebnisse nachhaltiger, anwendbarer und oft auch kreativer.
Was hilft dir persönlich dabei, neue Ideen und Innovationen umzusetzen?
Ich arbeite stark nutzungszentriert und habe dabei die Bedürfnisse der Nutzenden im Blick. Der enge Austausch mit Anwender*innen ist für mich die beste Innovationsmethode. Außerdem entstehen die besten Ideen, wenn Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenarbeiten.
Warum passt die Technische Hochschule Lübeck zu dir?
Ich bin gebürtige Lübeckerin und habe bereits meinen Bachelor und meinen Master an der TH Lübeck absolviert. Nach dem Studium bot sich mir die Möglichkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Interaktive Systeme der THL zu arbeiten und schnell war klar, dass ich bleiben möchte. Besonders die tolle Arbeit im Team und die vielen verschiedenen Themen begeistern mich hier.
_____
Über den Hanse Innovation Campus Lübeck
Die TH Lübeck befindet sich auf dem Hanse Innovation Campus Lübeck (HIC Lübeck). Das ist ein Ort von ausgezeichneter Lehre, exzellenter Forschung und Wissenstransfer. Stark in Technik und Medizin, geprägt von einer einzigartigen campusweiten Vernetzung und Zusammenarbeit, gestaltet die lebendige Gemeinschaft am HIC Lübeck die Zukunft.
Die Wege auf dem HIC Lübeck sind kurz. Die Akteur*innen eint das gemeinsame Verständnis für die Lösung interdisziplinärer Herausforderungen.
Weitere Informationen: Webseite des Hanse Innovation Campus
Weiterführende Informationen:
- Institut für Interaktive Systeme der TH Lübeck (ISy)
- Digital Learning Campus
- Projekt Modulare Netzsicherheit (MoNeSi)
- Stellenangebote | Technische Hochschule Lübeck




