Traum erfüllt: Dr.-Ing. David Kuhlen ist der neue Professor für Wirtschaftsinformatik

Der Wirtschaftsinformatiker Dr.-Ing. David Kuhlen bereichert seit Januar 2026 den Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft. Er bringt 13 Jahre Wirtschaftserfahrung mit an die Hochschule und die Motivation den Studierenden Einblicke in die Praxis zu ermöglichen und fachübergreifend exzellente Forschung und Lehre voranzutreiben.

Auf dem Bild steht der neue Professor des Fachbereichs Maschinenbau und Wirtschaft, Dr.-Ing. David Kuhlen, vor einem Banner der Technischen Hochschule.

Der Wirtschaftsinformatiker Dr.-Ing. David Kuhlen bereichert seit Januar 2026 den Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft.

Ich wollte unbedingt an eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit technischem Schwerpunkt. Diesen Traum konnte ich mir mit der Professur an der TH Lübeck nun erfüllen, sagt Kuhlen. In seiner fünfjährigen Lehrtätigkeit als Professor für Wirtschaftsinformatik an der IU Internationalen Hochschule leitete Kuhlen den Studiengang Informatik im Dualen Studium, jetzt freue er sich darauf sich intensiv mit betrieblichen Informationssystemen, einem Kernthema der Wirtschaftsinformatik, zu befassen. 

Technik und Wirtschaft sinnvoll verbinden 

An der TH Lübeck werde ich zum Beispiel verschiedene Module für betriebliche Informationssysteme im Bereich der Planung und Ressourcenverwaltung für Unternehmen übernehmen, sagt Kuhlen. Den wirtschaftlichen Einsatz von Systemen zu planen, zu verstehen und Softwareentwicklung individuell für die Bedürfnisse von Unternehmen anzupassen – das sei für ihn der Kern der Wirtschaftsinformatik. Ich freue mich darauf gemeinsam mit den Studierenden und meinen Kolleg*innen einen Blick auf die Praxis zu werfen. Denn am Ende sollten Lehre und Forschung stehen, die einen Nutzen bringen.

Über 10 Jahre Wirtschaftserfahrung 

Kuhlens akademische Laufbahn begann mit dem Bachelor und Master in Wirtschaftsinformatik an der NORDAKADEMIE in Elmshorn. Bereits im Studium fing er an eigene Praxiserfahrung bei der Datenlotsen Education Systems GmbH als Softwareentwickler zu sammeln. Er koordinierte unter anderem mehrere Entwicklungsprojekte, war technischer IT-Berater für individuelle Softwareentwicklungsprojekte und leitete ein Team im IT-Consulting. 

Bei der Boltze Ideen Deutschland GmbH & Co. KG war Kuhlen als Projekt- und Prozessmanager unter anderem für den Aufbau einer Business-Intelligence Lösung zuständig und gab als IHK-Ausbilder sein Wissen weiter. 

Softwareentwicklung: kreativ und fehleranfällig 

Softwareentwicklung ist ein sehr kreativer Prozess und damit schwer zu planen, sagt Kuhlen. In seiner Doktorarbeit Kostensenkungspotenzialfunktion in der Softwareproduktion an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nahm er diesen Prozess unter die Lupe und versuchte ihn zu optimieren. Aus seiner Arbeit entstanden ein mathematisches Formelwerk und eine Simulationssoftware. Sein Ziel war es, Strategien zur Kostenbeeinflussung zu prüfen und Möglichkeiten zur Verbesserung des Softwareherstellungsprozesses zu identifizieren. Derzeit habilitiert Kuhlen noch an der Technischen Fakultät der CAU. 

Weitermachen, auch wenn es mal schwierig wird

Seinen Studierenden möchte der 38-Jährige ein Stück weit auch ein bestimmtes Berufsethos mitgeben. Wie wird gearbeitet? Wie gehe ich an meinen Job heran? Ich möchte sie dazu ermutigen nicht sofort zu kapitulieren, wenn es einmal schwierig wird. Das betrifft nicht nur den Berufsalltag, sondern auch die Herangehensweise ans Studium. Sie können Ihre Ziele und Träume erreichen, wenn Sie nur dranbleiben.