Ausstellung und Eröffnung Dense.City

13:00 Uhr, Kommunikationszone im 1.OG, E.2 (14)

Das Bild zeigt den Hinweis zur Ausstellungseröffung am 21.1.2026 um 13:00 Uhr

Dichte beschreibt im Grundsatz das Verhältnis von Masse zu Volumen. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Begriff als zentrale Kenngröße stadt- und sozialräumlicher Entwicklungen genutzt und kontrovers diskutiert: so führten die negativen Folgen der Industrialisierung und des ungeregelten Stadtwachstums zu einer Verdichtungskritik und zum planerischen Leitbild der aufgelockerten, funktionsgetrennten Stadt, wie sie unter anderem in der „Charta von Athen“, 1933 verabschiedet, propagiert wird. Seit den 1960er-Jahren werden Dichteobergrenzen gesetzlich geregelt, aber hohe bauliche Dichten auch zunehmend positiv diskutiert, etwa durch Jane Jacobs, die die in hohen Baudichten entstehende Vielfalt betont. In Deutschland prägen ab den 1950er- bis in die 1980er-Jahre Großwohnsiedlungen mit Qualitätsmängeln das negative Image hoher baulicher Dichte.

Heute ist notwendige Innenentwicklung und Nachverdichtung als Reaktion auf (Stadt-) Wachstumsprozesse und vor dem Hintergrund nachhaltiger, flächenschonender Planung fachlicher Konsens und weitestgehend auch politischer Wille. Die konkrete Umsetzungs- und Planungspraxis zeigt aber eine große Spannweite und regional sehr unterschiedliche Berücksichtigung, so dass die Diskussion, wie notwendige hohe Baudichten verträglich und mit bereicherndem Mehrwert umgesetzt werden können, hochaktuell bleibt.

Im Seminar „Städtebau und urbaner Kontext“ im Wintersemester 2025/26 haben sich die Studierenden aus dem 3. Semester Master Stadtplanung mit den Dimensionen und Rahmenbedingungen, den Atmosphären, Qualitäten und Grenzen baulicher Dichte beschäftigt. Die Ausstellung reflektiert die Vielschichtigkeit des Dichtebegriffes zwischen räumlicher Qualität, sozialer Verträglichkeit und planerischer Regulierung, ordnet theoretische Positionen ein und zeigt Referenzen und Phänomene in ganz unterschiedlichen Maßstäben und an unterschiedlichen Orten weltweit. Eine inhaltliche Klammer der in Kleingruppen bearbeiteten Schwerpunktthemen bilden in der Ausstellung die drei Themencluster Gerechtigkeit und Phänomene, Typologien und Bestand und Globaler Kontext.


AUSSTELLUNG
Kommunikationszone im 1.OG, E.2 (14)

BAUFORUM der Technischen Hochschule Lübeck
Stephensonstraße 1-3
23562 Lübeck

 


Ansprechpartnerin
Prof. Lydia Rintz
Fachgruppe Stadt